Neue Datenschutzverordnung: Darf man WhatsApp bald nicht mehr beruflich nutzen?

Das sind vier bessere Alternativen zu WhatsApp

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  • Am 25. Mai tritt die EU-weit geltende Datenschutzgrundverordnung in Kraft
  • Sie beinhaltet neue Regelungen zur Weitergabe von Kundendaten
  • Die berufliche Nutzung von WhatsApp wird zum Problem

Berlin.  WhatsApp wird in erster Linie genutzt, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Doch auch im Job ist der Messengerdienst für viele nicht mehr wegzudenken. Besonders handwerkliche Betriebe oder Freiberufler nutzen die praktische App gern, um mit Kunden zu kommunizieren oder den Baufortschritt an die Kollegen zu übermitteln.

Die berufliche Nutzung von WhatsApp kann künftig allerdings zu einem ernsthaften Problem werden. Der Grund dafür ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU.

Der Abgleich mit dem Adressbuch ist der Haken

Die Schwachstelle liegt beim Zugriff des Programms auf das Adressbuch, wie Welt.de berichtet. Die App kontrolliert dort, welche Kontakte des Nutzers ebenfalls über ein WhatsApp-Konto verfügen. Dazu werden die Daten an Facebook übermittelt – auch solche von Personen, die der Übertragung nie zugestimmt haben.

Für Privatpersonen ist dieser Austausch rechtlich problemlos. Handelt es sich jedoch beispielsweise um Handwerksbetriebe oder Selbständige, liegt ein Datenaustausch zwischen zwei Firmen vor. Dieser ist jedoch nur nach ausdrücklicher Zustimmung aller Betroffenen erlaubt. Es handle sich bei der Weitergabe personenbezogener Daten ohne entsprechende Rechtsgrundlage oder Einwilligung „um einen Datenschutzverstoß“, zitiert Welt.de Marit Hansen, Landesbeauftragte für Datenschutz des Landes Schleswig-Holstein.

Auch das Versenden von Fotos wird ein Problem

Die Regelung setzt in der Praxis also voraus, dass diverse Berufsgruppen vor der WhatsApp-Kommunikation die Erlaubnis von Kunden und Kollegen einholen müssen.

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Ein ähnliches Problem birgt auch die Übertragung von Fotos. Sendet beispielsweise der Handwerker ein Bild von einem Schaden in der Privatwohnung des Kunden an den Meister zwecks Beratung, erhält WhatsApp Zugriff auf das Bild. Für diese Datenübertragung ist die Einwilligung des Kunden erforderlich.

Bei Verstoß droht Bußgeld

Am 25. Mai tritt die DSGVO in Kraft. Sie beinhaltet EU-weit geltende Vorgaben zu Speicherung und Schutz von Kundendaten. Das Augenmerk liegt dabei auf den Rechten der Kunden: Sie sollen künftig einfacher gegen Missbrauch ihrer Daten vorgehen können. Unternehmen, die gegen die DSGVO verstoßen, drohen saftige Bußgelder. (raer)

 
 

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