Kaufrausch à la USA: Was ist der Black Friday?

Sonderangebote so weit das Auge reicht! Viele Online-Shop-Anbieter springen auf einen neuen Konsum-Zug auf: den Black Friday aus den USA. Doch was hat es mit diesen Rabatt-Aktionen auf sich und wo haben diese überhaupt ihren Ursprung?

An jedem vierten Freitag im November gibt es Rabatte satt - es ist Black Friday! Wussten Sie nicht? Kein Wunder, der Trend stammt eigentlich auch nicht aus Europa, geschweige denn aus Deutschland. In den USA läutet dieser Tag allerdings seit den 1960er-Jahren traditionell die Weihnachtseinkauf-Saison ein. Vor allem Kaufhäuser versuchen seitdem, mit Sonderangeboten Kunden zu ködern - mit riesigem Erfolg.

In den USA ist der Black Friday ein traditioneller Familientag, der Brückentag nach Thanksgiving, der von vielen genutzt wird, um die ersten Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Fast alle Malls öffnen bereits mitten in der Nacht und rüsten sich zuvor wochenlang auf den immensen Ansturm der kaufwütigen Kunden. Allein im Jahr 2013 nutzten mit 141 Millionen knapp die Hälfte aller US-Bürger diesen Freitag, um insgesamt unfassbare 57 Milliarden Dollar auszugeben.

Warum dieser Tag Black Friday genannt wird, ist im Übrigen nicht sicher geklärt. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die vielen Menschen von Weitem wie eine schwarze Masse aussehen würden. Eine andere Version besagt, dass dieser Freitag vielen Geschäften hilft, aus den roten in die schwarzen Zahlen - also ins Plus - zu kommen.

Manche Amerikaner behaupten allerdings bis heute, dass die Beschäftigten am Abend mit schwarzen Händen vom Geldzählen nach Hause kamen und daher der Schwarze Freitag seinen Namen hat. Zu klären ist dies mittlerweile nicht mehr: Seit 1966 jedenfalls geistert der feststehende Ausdruck alljährlich durch die Medien und ist mittlerweile eines der gesellschaftlichen Highlights der USA geworden.


Apple bringt den Trend nach Deutschland


Dass auch dieser Trend ganz langsam auch den Weg über den großen Teich findet, verwundert kaum. Auch der Nikolaus verdankt zum Beispiel sein rot-weißes Gewand, seinen runden Körperbau und seinen Bart einer Coca-Cola-Werbung aus den 1930er-Jahren und der Halloween-Wahn schwappte um die Jahrtausendwende wieder zurück nach Europa und erfreut seitdem hauptsächlich Kunstblut- und Kostüm-Hersteller. Das Phänomen des Black Friday ist in Deutschland allerdings das neueste Trend-Event aus den USA.

Kein Geringerer als der Elektronik-Riese Apple führte den Black Friday in Deutschland ein. Im Apple Store konnten 2006 nämlich Produkte mit den US-Rabatten gekauft werden. Mittlerweile weitete sich der Trend auf viele weitere Online-Anbieter aus. Auch einige Kaufhäuser ziehen langsam aber stetig nach.

Der Internet-Riese Amazon springt zwar nicht direkt auf den Zug des Black Friday auf, bietet aber in der Woche vor Dezember eine an diese angelehnte Rabatt-Aktion an. In der Cyber Monday Woche gibt es 5.500 verschiedene Angebote. Wer einen schnellen Überblick über die besten Black-Friday-Rabatte in Deutschland haben möchte, der sollten einen Blick auf die Seite www.black-friday.de riskieren. Dort sind fast alle nennenswerten Aktionen aufgelistet.

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