Facebook will Werbung stärker personalisieren

Internet-Nutzern passiert es oft, dass sie nach einem Produkt suchen und dann auf allen möglichen Webseiten Werbung dafür sehen. Facebook griff bisher nicht auf solche Surf-Daten von außerhalb des Netzwerks zurück. Das wird sich jetzt in den USA ändern.

Facebook will die Werbung für seine Nutzer stärker personalisieren und wertet dafür künftig in den USA auch Informationen über den Besuch anderer Webseiten und die Nutzung von Apps aus. Werbung solle so besser an die Interessen der Nutzer angepasst werden, erklärte das weltgrößte Online-Netzwerk bei der Ankündigung am Donnerstag. Im Rest der Welt sollen die Neuerungen in einigen Monaten folgen.

Wenn man zum Beispiel über den Kauf eines neuen Fernsehers nachdenke und sich entsprechend im Netz informiert habe, könnte Facebook Werbung für TV-Geräte oder andere Komsumelektronik anzeigen. Nutzer können die Verknüpfung auch ausschalten, betonte Facebook. Das geht über die Profil-Einstellungen. Allerdings müssen sie das für jedes Gerät, mit dem sie Facebook ansteuern, einzeln festlegen.

Zugleich würden die Nutzer mehr Kontrolle bekommen: Von jeder Anzeige aus gelange man in ein Menü, in dem bestimmte Interessenbereiche aus der Liste gestrichen werden könnten.

Viele Anbieter greifen bereits zu Werbung, die auf dem Verhalten im Netz basiert. So verfahren etwa Anzeigen-Netzwerke. Facebook stützte sich nach eigenen Angaben bisher vor allem auf die Aktivität von Nutzern innerhalb des eigenen Netzwerks - etwa, bei welchen Seiten sie den "Gefällt-mir"-Knopf geklickt haben. (dpa/tc)

dpa dpa (IDG)