Facebook lässt Nutzer für prominente Status-Updates bezahlen

Facebook-Nutzer in den USA können ihre Status-Updates prominent platzieren, müssen aber dafür zahlen.
Facebook-Nutzer in den USA können ihre Status-Updates prominent platzieren, müssen aber dafür zahlen.
Foto: rtr
Hochzeitsfotos, bestandenes Abitur oder die Geburt des ersten Kindes - wer dafür sorgen möchte, dass möglichst viele Freunde seine Facebook-Meldung sehen, kann das künftig erreichen. Diese Leistung lässt sich Facebook allerdings bezahlen - sieben Dollar kostet der Dienst, der in den USA startet.

San Francisco. Das weltweit größte soziale Internet-Netzwerk Facebook bietet in den USA testweise kostenpflichtige Statusmeldungen an. Mitglieder können für sieben Dollar (5,40 Euro) eine Statusnachricht prominent - also länger weiter oben - auf der Meldungsübersicht ihrer Freunde platzieren, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. "Wenn du einen Post bewirbst - egal, ob es Hochzeitsfotos sind, ein privater Flohmarkt oder große Neuigkeiten - schiebst du ihn höher in die Newsfeeds, so dass die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass deine Freunde ihn sehen."

Die neue Einstellung sei Teil von Tests, die bereits in mehr als 20 Ländern liefen, erklärte Facebook. Seit Mai teste der Konzern die Werbeoption in Neuseeland. Der konkurrierende Kurznachrichtendienst Twitter hatte kürzlich erklärt, mit solchen kostenpflichtigen Nachrichten gute Erfahrungen gemacht zu haben.

Facebook feiert eine Milliarde aktive Nutzer

Ebenfalls am Donnerstag feierte Facebook seinen milliardsten Nutzer. Allerdings ist Kritikern immer noch nicht klar ist, wie das US-Unternehmen Geld mit seinen vielen Mitgliedern verdienen will. Facebook ist zum überwiegenden Teil von Werbeeinnahmen abhängig. Als Problem gilt dabei, dass immer mehr Nutzer über mobile Geräte auf das soziale Netzwerk zugreifen, Facebook aber eine klare Strategie für das Anzeigengeschäft in diesem Bereich fehlt. Die Facebook-Aktie verliert seit Wochen stetig an Wert. (afp)