Display gerissen: Was Smartphone-Nutzer tun können

Johannes Pusch
Lässt sich nicht einfach deinstallieren: die Spider-App. Nach einem Sturz ähneln die Risse auf dem Display oft einem Spinnennetz.
Lässt sich nicht einfach deinstallieren: die Spider-App. Nach einem Sturz ähneln die Risse auf dem Display oft einem Spinnennetz.
Foto: michaklootwijk - Fotolia
Fällt einem das Smartphone aus der Hand, ist oft das Display kaputt. Das ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern oft auch sehr teuer.

Essen. Eine Unachtsamkeit und schon ist es passiert. Das Smartphone gleitet aus der Hand und knallt auf den harten Boden. Ein trauriges Geräusch. Noch trauriger ist nur der Anblick des Gerätes. Das Display ist gerissen, die sogenannte "Spider-App" bittere Realität. So werden die fiesen Risse auf dem Bildschirm landläufig genannt, weil sie an ein Spinnennetz erinnern.

Das gesplitterte Glas ist besonders dann ärgerlich, wenn das teure Smartphone neu ist und der Handyvertrag erst vor kurzem abgeschlossen wurde. Nach dem ersten Schock stellt sich also schnell die Frage: Was nun?

Hat man keine (gute) Handy-Versicherung abgeschlossen, die für den Schaden aufkommt, muss man investieren, wenn man wieder ein ohne Störungen auf seinen Bildschirm blicken möchte. Die Möglichkeiten liegen auf der Hand: Reparatur oder Neuanschaffung.

Handy-Werkstatt „um die Ecke“, im Netz und Zuhause

In den vergangenen Jahren sind sie wie Pilze aus dem Boden geschossen: Handy-Werkstätten. Der Gang in einen solchen Reparatur-Shop kann sich lohnen, allerdings wird häufig ein Kostenvoranschlag fällig, auch wenn man sich doch gegen eine Reparatur entscheidet. Soll das Gerät aber trotzdem wieder in Schuss gebracht werden, wird der Preis des Kostenvoranschlags auf den Gesamtpreis angerechnet.

Den gleichen Service gibt es auch bei Internetanbietern. Wer sein Handy nicht bei dem Laden „um die Ecke“ abgeben möchte, schickt sein Handy an einen der vielen Anbieter im Netz. Auch hier wird meist vor der Reparatur ein Kostenvoranschlag erstellt, der bei Nichtreparatur in Rechnung gestellt wird. Nachteil: Zu der Reparaturzeit kommt noch der Versand hinzu. Es kann also ein wenig dauern, bis das Smartphone wieder zur Verfügung steht.

Bei beiden Vorgehensweisen sollte aber in Erfahrung gebracht werden, ob die Anbieter auch Originalteile verwenden. Das ist garantiert, wenn das Smartphone beim Hersteller des Gerätes zur Reparatur eingeschickt wird. Ein Test der Stiftung Warentest aus dem vergangenen Jahr hat aber auch dort nicht nur Positives zu Tage gefördert.

Wer sein Smartphone nicht gerne in andere Hände gibt, kann auch selbst Hand anlegen – wenn er sich traut. Ersatzteile gibt es bei diversen Internetanbietern, ebenso das benötigte Werkzeug. Im Netz kursieren viele Video-Tutorials, die die einzelnen Schritte erklären. Wenn etwas schief geht haftet aber niemand, außer man selbst. Also Vorsicht!

Risiko mit Zubehör minimieren

Apropos Vorsicht, und damit das Risko einer Spider-App verringert wird: Für alle gängigen Smartphones gibt es Schutzhüllen und –folien. Letztere bringt man direkt auf dem Display an. Das schützt vor Gebrauchsspuren wie Kratzern, die auf dem Bildschirm nerven.

Doch nicht nur für die „Kosmetik“ eignet sich der durchsichtige Schutz. Die Folien verbessern auch die Stabilität der empfindlichen Displays. Sie geben natürlich keine Garantie, dass dem Gerät nichts passiert, wenn es auf den Boden fällt, aber sie minimieren immerhin das Risiko. Handyhüllen schützen vor allem die Ecken und Kanten der teuren Geräte, denn auch dort sind Macken bei neuen Smartphones vor allem eins: ärgerlich.