Der Flash Player von Adobe hat nun festes Ablaufdatum

Der Flash Player von Adobe wird bald nicht mehr zu aktivieren sein.
Der Flash Player von Adobe wird bald nicht mehr zu aktivieren sein.
Foto: Sean Gallup / Getty Images
Adobes Flash Player schwankte immer zwischen Sicherheitsrisiko und unendlichen Möglichkeiten. Bald ist jedoch Schluss mit der Software.

Berlin.  Der Flash Player von Adobe war seit gut 20 Jahren einer der gängigsten Standards, wenn es um Videos und interaktive Inhalte im Internet ging, doch diese Ära endet nun. Denn das Unternehmen hat nun bekanntgegeben, dass der Flash Player bis 2020 eingestellt wird.

Genau genommen werden ab dann keine Updates und keine Hilfe für Kunden und Entwickler mehr angeboten. Das Ende des Flash Players kommt allerdings nicht sehr überraschend. Laut Google hatten vor drei Jahren noch 80 Prozent der Nutzer des eigenen Browsers Chrome eine Flash-Anwendung genutzt. Heute seien es nur noch 17 Prozent.

Flash Player bot zahlreiche Sicherheitslücken

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Über Jahre war der Player für Videos, Browser-Spiele und animierte Websites genutzt worden. Zu Beginn war Flash bei Entwicklern durchaus beliebt, weil die Software eine relativ einfache Möglichkeit bot, filmische Inhalte in Webseiten einzubinden, oder aber neben simplen Textlinks auch klickbare Animationen im Internet darzustellen. Mit dem Aufkommen von Standards wie HTML5 und mobilen Anwendungen auf Smartphones und Tablets nahm die Euphorie ab.

Vor allem auf mobilen Endgeräten wurde der Flash-Player oft nicht richtig dargestellt oder schon die Installation schlug ohne Expertenwissen fehl. Zudem war der Player Einfallstor für Sicherheitslücken, die Webseitenbetreiber kaum selbst beheben konnten – Sie mussten auf Updates von Adobe warten. 2016 hatte etwa das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor Sicherheitslücken beim Flash Player gewarnt. Auf all diese Entwicklungen hat Adobe nun reagiert.

Bei Mozillas Firefox ist schon 2019 Schluss

Die Firma empfiehlt Entwicklern, in Zukunft auf HTML5, WebGL und WebAssembly zu setzen. Firmen wie Google, Mozilla, Facebook, Microsoft und Appel, die mit Flash gearbeitet haben, haben bereits eigene Pläne für das Ende des Flash Players veröffentlicht. Mozilla etwa wird den Flash Player im Browser Firefox bereits ab 2019 ausschalten. Nur noch Nutzer, die explizit darauf bestehen, können in einer eigenen Firefox-Version bis 2020 Flash nutzen.

 
 

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