Apple will Teamwork mit iWork.com erleichtern

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Berlin. Die Macworld Expo 2009 hat viele Apple-Fans enttäuscht. Statt neuer Hardware im edlen Design enthüllte der kalifornische Hersteller Anfang Januar vor allem überarbeitete Software. Eine echte Neuerung ist hingegen der Start von iWork.com.

Wer das bekannte Office-Paket iWork in der aktuelle Version 9.0 auf seinem Mac installiert, kann nunmehr Texte, Präsentationen und andere Dokumente mit wenigen Mausklicks anderen Nutzern im Internet zugänglich machen.

Während die Grundidee von iWork.com stark an die seit einiger Zeit verfügbaren Google Apps erinnert, zeigen sich bei der Umsetzung deutliche Unterschiede. Denn der neue Internet-Dienst macht eine Office-Software auf dem Rechner keineswegs überflüssig. Während Dokumente mit den Google-Apps im Fenster des Internet-Browsers bearbeitet werden können, beschränkt sich iWork.com auf eine Kommentarfunktion. Änderungen am bereitgestellten Dokument sind nur möglich, wenn Nutzer die Datei auf ihren Rechner laden und dort mit iWork, Microsoft Office oder einem kompatiblen Programm bearbeiten.

Keine Konkurrenz zu Google

Nach Einschätzung von Apple-Experte Matthias Eckardt, Redakteur der Zeitschrift «Macup», will Apples Online-Plattform aber auch gar nicht mit Google konkurrieren. «Mac-User sollen mit iWork.com eine einfache Möglichkeit zum Austausch und gemeinsamen Bearbeiten ihrer Dokumente bekommen», sagt Eckardt. Dieses Ziel haben die Software-Entwickler erreicht. Um Dateien auf dem Server bereitstellen zu können, ist lediglich eine Benutzerkennung (Apple-ID) nebst Passwort erforderlich. Eine bereits bestehende Kennung - beispielsweise für den iTunes-Store - wird ebenfalls akzeptiert.

Dienst soll nach Beta-Phase Geld kosten

Wer nun sein mit iWork vollendetes Werk veröffentlichen möchte, braucht nur auf die Schaltfläche iWork.com zu klicken und die E-Mail-Adressen der Menschen einzugeben, die Zugriff auf die Datei bekommen sollen. Außerdem kann er festlegen, ob der Download des Dokuments erlaubt ist oder nicht. Nachdem die Datei auf den Server übertragen wurde, geht eine E-Mail an alle «eingeladenen» Nutzer, in der die Internet-Adresse (URL) des Speicherortes angegeben ist. Vertrauliche Dokumente sollten übrigens nicht auf dem Server landen. Denn jeder, der die URL hat, kann sich die Datei ansehen - auch ohne ausdrückliche Einladung.

Es ist davon auszugehen, dass Apple diese Sicherheitslücke mit Ablauf der Beta-Phase schließen wird. Dann allerdings soll der bislang kostenlose Dienst auch Geld kosten. Wie hoch die Gebühr sein wird, die übrigens zusätzlich zum Kaufpreis für iWork 09 anfällt, ist bislang unbekannt. «Möglicherweise wird iWork.com aber auch Bestandteil von Apples Online-Dienst mobile.me», sagt Eckardt. Der Service, der unter anderem den Datenabgleich zwischen Mac, iPod und iPhone via Internet ermöglicht, kostet 79 Euro pro Jahr. (ddp)

Info: Der neue Apple-Dienst iWork.com

  • Der Online-Dienst iWork.com setzt die Installation der Apple-Office-Suite iWork 09 voraus. Nutzer älterer Programmversionen können zwar bereitgestellte Dokumente ansehen und auch bearbeiten, nicht aber eigene Dateien auf den Server von iWork.com laden.
  • Das Softwarepaket iWork 09 umfasst Anwendungen zur Tabellenkalkulation (Numbers), Präsentation (Keynote) sowie Textverarbeitung (Pages) und kostet 79 Euro.
  • Als Installationsanforderungen nennt Apple einen Macintosh-Computer mit Intel- oder PowerPC-G5-Prozessor. Offizielle Untergrenze ist ein G4-Rechner (500-Megahertz-Taktfrequenz) sowie 512 Megabyte (MB) Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem muss mindestens Mac OS X 10.4.11 installiert sein.
  • Im Internet stellt Apple eine Testversion zum Download bereit (450 MB), die 30 Tage funktionsfähig bleibt.

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