Apple setzt auf Gesichtserkennung – Aus für Fingerabdruck

Bitte hergucken: Wer sein iPhone X öffnen will, kann dies mit Apples Gesichtserkennung tun.
Bitte hergucken: Wer sein iPhone X öffnen will, kann dies mit Apples Gesichtserkennung tun.
Foto: David Moir / dpa
Mit dem iPhone X hat Apple den Touchsensor abgeschafft. Bei der kommenden Keynote wird er wohl endgültig beerdigt.

Berlin.  Tausende Apple-Benutzer reagierten wenig begeistert, als Apple beim Model „X“ ein beliebtes Feature abschaffte. Mit der aktuellen Gerätegeneration tauschte der kalifornische Technikgigant die Möglichkeit, das Handy mit dem Fingerabdruck zu öffnen (Touch ID), gegen „Face ID“: Die Kamera des Smartphones erkennt dabei das Gesicht des Nutzers - und entsperrt daraufhin.

Viele hatten keine Lust, ihr Handy zum Öffnen jedes Mal anschauen zu müssen. Zwar funktioniert die Technik im Idealfall ausgesprochen schnell. Einfach öffnen, ohne den Blick zum Display zu wenden, funktioniert aber nicht mehr.

Wer den Fingerabdrucksensor vermisst, braucht nicht auf eine Rückkehr zu hoffen – offenbar verbannt Apple die Technik vollständig. Grund sind die zukünftig genutzten OLED-Screens ohne entsprechende Sensoren, erklären Experten.

Experten erwarten neue Apple Watch- und iPhone-Modelle

Am 12. September veranstaltet Apple in Cupertino (Kalifornien) eine Keynote, wird neue Produkte und Software vorstellen. Üblicherweise betreibt der Konzern dabei Geheimhaltung. In den vergangenen Jahren kamen aber immer mehr Informationen über mögliche Vorstellungen vorab ans Licht. So auch in diesem Jahr. Diese Neuheiten werden erwartet.

Wir begleiten die Apple Keynote hier im Liveblog.

Neben Updates der Apple Watch und des Betriebssystems iOS sind auch drei neue iPhone-Modelle für die Fachjournalisten eine sichere Bank. Und die Prognosen zeigen: Apple bleibt bei Face ID und setzt sogar vollständig darauf, nicht nur beim Premium-iPhone – auf Nimmerwiedersehen, Touch ID.

Eingeführt wurde die Fingerabdruck-Funktion mit dem iPhone 6s. Experten erwarten, dass die neuen Modelle sich in allen Größen und Preisklassen an dem X orientieren, also die gesamte Vorderseite Screen ist – entsprechend das komplette Aus für Touch ID.

Technik ist umstritten – aber Apple bleibt dabei

Die Face ID ist umstritten, nach der Vorstellung und Veröffentlichung gab es viele Fälle, in denen das System ausgetrickst worden ist. Eine vietnamesische Sicherheitsfirma baute eine Maske, mit der sich ein iPhone öffnen ließ. Edward Snowden kritisierte, dass damit Gesichtscans gesellschaftsfähig werden. (ses)

Vietnamesische Experten kritisieren Apples neues iPhone X

Die Gesichtserkennung "Face ID" lässt sich angeblich mit Masken relativ einfach täuschen.
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