Weihnachtsmärchen "Froschkönig" mit Tanz und Musik auf Hagener Bühne

Annika Firley (Prinzessin Elisa) und  Annette Potempa (Frosch) in einer Szene aus dem Weihnachtsmärchen „Der Froschkönig“ am Theater Hagen.
Annika Firley (Prinzessin Elisa) und Annette Potempa (Frosch) in einer Szene aus dem Weihnachtsmärchen „Der Froschkönig“ am Theater Hagen.
Foto: Theater Hagen
Das Theater Hagen zaubert den „Froschkönig“ nach den Brüdern Grimm als Weihnachtsmärchen mit viel Tanz und Musik auf die Bühne. 38 Mal ist „Der Froschkönig“ bis zum 26. Dezember zu sehen - damit sie wissen, was sie erwartet, können Sie hier schon einmal in die Musik reinhören.

Hagen.. Am Weihnachtsmärchen entscheidet sich, ob ein Theater sein Publikum ernst nimmt. Kein anderes Stück findet pro Spielzeit so viele Besucher. Kein anderes Kulturereignis öffnet mehr Türen in Sachen Integration, denn die Zuschauer kommen aus allen sozialen Schichten und Herkunftsländern. Und keine andere Inszenierung kann so viel kaputt machen, wenn sie lieblos im Akkord heruntergespielt wird.

Deshalb erklärt das Theater Hagen das jährliche Familienstück zur Chefsache. Intendant Norbert Hilchenbach führt Regie, und Werner Hahn schreibt den Text nach einer klassischen Märchenvorlage.

Der Frosch kann nicht schwimmen

Der Frosch kann nicht schwimmen und stinkt. Er ist ein Versager auf ganzer Linie. Warum sollte die Königstochter das glitschige Untier küssen? Nur weil man ein Versprechen nicht bricht? Hagen macht aus dem beliebten Märchen „Der Froschkönig“ der Brüder Grimm das Abenteuer einer Abnabelung von zu Hause. Die haben sie beide viel zu lange hinausgezögert, der verzauberte Prinz Jonathan und die Prinzessin Elisa.

Jonathans Mutter, die durchgeknallte Königin, klammert sich wie eine Klette an ihren Sohn, und wenn sie in Wut gerät, passieren schlimme Sachen: zum Beispiel, dass sie ihr Kind in einen Frosch verwandelt. Elisas Papa, der humorlose König, lässt seiner Tochter keine Luft zum Atmen, weil er eine Kontroll-Neurose hat. „Damit es funktioniert, dafür braucht man Regeln, an die sich jeder halten muss“, predigt er. Werner Hahn erzählt die Handlung neu aus der Perspektive, wie der Prinz zum Frosch geworden ist. Am Ende kommt heraus, dass auch Mutter und Vater Fehler machen.

Hier kann man ein Musikbeispiel hören:

http://youtu.be/KhwKgBIf5uo

Humorvolle Inszenierung mit flotten Ideen

Entsprechend inszeniert Norbert Hilchenbach das Märchen mit vielen humorvollen, flotten Ideen und mit unerwarteten Überraschungen als Familiengeschichte, in der Königssohn und Königstochter lernen müssen, auf eigenen Beinen zu stehen.

Da Hagen ein Musiktheater ist, gibt es zum Weihnachtsmärchen natürlich selbst komponierte und selbst gespielte Musik, die den Jungen und Mädchen die ganze Magie des Spiels erlebbar macht – ein Aspekt, der immer wichtiger wird, da viele Kinder sinnliche Erfahrungen nur noch über das Display des Smartphones oder den Computerbildschirm kennen. Andres Reukauf hat mitreißende Lieder geschrieben, die in flotten lateinamerikanischen Rhythmen zum guten Schluss sogar Königin und König zum Tanzen bringen.

Hier kann man ein Musikbeispiel hören:

http://youtu.be/eQV3qKHSagk

Ausstatter Jan Bammes zaubert ein Märchenland auf die Drehbühne, in dem ein Bett in den Himmelschweben kann und die Dienerschaft mit Feudel und Eimer ein flottes Ballett hinlegt.

Das Ensemble inklusive der Statisten ist mit ganzer Leidenschaft singend, tanzend und spielend bei der Sache: Annika Firley als kluge und eigensinnige Königstochter mit Brille, Tillmann Schnieders als verwöhnter Prinz, Robert Schartel als von Zwängen geplagter König und Kristina Günther-Vieweg als hexenhafte Übermutter-Königin.

Große Quak-Schule

Aber die Hauptrolle spielt natürlich der süße Frosch: Annette Potempa, mehrfache Deutsche Meisterin im Kunstturnen und Olypmia-Teilnehmerin, ist heute Musical-Darstellerin und hüpft sich mit atemberaubender Akrobatik und reichlich frechem Charme in die Herzen des Publikums. Deshalb erklingt es zum großen „Froschkönig“-Finale auch eine ausgewachsene Quak-Schule.

Hier kann man ein Musikbeispiel hören:

http://youtu.be/JRxGpc1AeYE

38 Mal ist „Der Froschkönig“ bis zum 26. Dezember im Theater Hagen zu sehen. Die Premiere am Samstag ist ausverkauft. 200 Sitzkissen gibt es kostenlos an der Garderobe auszuleihen.

Karten und Informationen über die Termine unter:
0 23 31 / 207 32 18 oder www.theaterhagen.de

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen