Verletzte Seele

Growing Pains, also wachsende Schmerzen, hat Maria Mena ihr neues Album getauft. Man ahnt schon, dass der Hörer keine beschwingte Partymusik erwarten sollte.

Die norwegische Songwriterin, so steht’s im Waschzettel der Plattenfirma, hat harte private Zeiten hinter sich, vor allem eine langwierige Scheidung. Und so enthält die CD jede Menge Geschichten einer verletzten, zerbrechlichen Seele. Ihre Stimme, mit der die Mena vor gut zehn Jahren bereits die versammelte Musik-Kritik begeisterte, ist immer noch zum Niederknien schön. Das weiß man schon nach ein paar Takten des stillen, hymnischen Openers „Good God“. Die melancholische bis kontemplative Stimmung durchweht das ganze Werk, wobei die Mena durchaus schöne, treibende Popsongs zustande bringt, beispielsweise das folgende „The Baby“ oder später „Not Sober“.

Maria Mena: Growing Pains, Sony Music, erscheint am 4. Dezember

Melancholische Popsongs

 
 

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