Uni fragt nach Vielfalt der Religionen

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Münster.. Konfliktquelle oder kulturelle Bereicherung - wie reagieren die Bürger in fünf europäischen Ländern auf die wachsende Zahl fremder Religionen in ihrer Umgebung? Diese Frage beschäftigt jetzt Forscher der Universität Münster.

Die Uni Münster startet eine der größten Umfragen zur religiösen Vielfalt in Europa. Die Erhebung soll zeigen, wie die Bevölkerung in fünf europäischen Ländern auf die wachsende Zahl fremder Religionen in ihrer Umgebung reagiert, welche Regeln sie sich angesichts der wachsenden Vielfalt wünscht und was sie insbesondere vom Islam hält, teilte Professor Detlef Pollack mit. Der Soziologe leitet die Studie am Exzellenzcluster Religion und Politik.

Das Institut TNS Emnid befragt für das Cluster je 1000 Menschen in Ost- und in Westdeutschland, in Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Portugal. Dabei geht es etwa um die Einstellung zum Bau von Mo­scheen und Minaretten oder um die Frage, ob die wachsende religiöse Vielfalt eher Kon­fliktursache oder kulturelle Bereicherung ist.

„Wir wollen erfahren, wie europäische Gesellschaf­ten auf die Probleme zunehmender religiöser Plu­ralität reagieren, welche Vorstellungen von der Konsens stiftenden Kraft der Religionen vorherrschen und wie die Menschen in den untersuchten Ländern das Verhältnis von Kir­che und Staat sowie Religion und Politik geregelt wissen wollen“, kündigte Pollack an. Ende des Jahres soll es erste Ergebnisse geben.

 
 

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