Thomas D hofft beim ESC auf Top-Ten-Platz

dapd
Thomas D ist der Jurypräsident bei "Unser Star für Baku" auf ARD und ProSieben.
Thomas D ist der Jurypräsident bei "Unser Star für Baku" auf ARD und ProSieben.
Thomas D, der Jury-Präsident des deutschen Grand-Prix-Vorentscheids "Unser Star für Baku", visiert beim Eurovision Song Contest einen Platz unter den besten Zehn an. 5000 Kandidaten haben sich für die Castingshow von ARD und ProSieben beworben. Die Jury wird diesmal aus drei festen Juroren bestehen.

Köln. Der neue Jurypräsident des deutschen Grand-Prix-Vorentscheids, Thomas D, hofft auf einen Platz unter den ersten Zehn beim Eurovision Song Contest 2012. "In den Top Ten zu landen, wäre toll", sagte der 43-Jährige im dapd-Interview. "Ich bin nicht so größenwahnsinnig zu sagen, wir gehen da hin, um zu gewinnen. Aber Letzter zu werden, wäre schon unangenehm", sagte der Musiker von den Fantastischen Vier.

Thomas D hat Stefan Raab als Jurypräsident im deutschen Vorentscheid abgelöst und wird als Produzent für den Sieger arbeiten. Der deutsche Kandidat für das Finale des Song Contests am 26. Mai in Aserbaidschan - der Nachfolger von Lena Meyer-Landrut - wird wieder in einer gemeinsamen Showreihe von ARD und ProSieben gesucht. "Unser Star für Baku" startet am 12. Januar (ProSieben, 20.15 Uhr). "Ich glaube, ich werde bei der Punktevergabe im ESC-Finale wahnsinnig nervös sein", prognostizierte der neue Mentor des deutschen Kandidaten.

5000 Kandidaten für den ESC-Vorentscheid

Schätzungsweise knapp 5.000 Kandidaten haben sich laut Thomas D für den Vorentscheid beworben, 20 davon wurden von ihm in Zusammenarbeit mit den Sendern ARD und ProSieben ausgewählt. "Wir haben tolle Talente gefunden", sagte der Musiker.

Dass der Sieger des Vorentscheids ständig mit Lena, der ESC-Gewinnerin von 2010, verglichen wird, glaubt er nicht. "Im Jahr eins nach dem Sieg wäre es vielleicht unmöglich gewesen für einen neuen jungen Kandidaten, in diese Fußstapfen zu treten." 2011 war jedoch erneut Lena von den Verantwortlichen in den Wettbewerb geschickt worden, das Publikum konnte lediglich den Song wählen. Da jetzt einige Zeit verstrichen sei, könne die Suche wieder neu beginnen. "Wir haben im übrigen auch keine Mädels an Bord, die wie Lena sind", sagte er.

Feste Jury mit drei Mitgliedern

Der Jurypräsident kündigte zudem Neuerungen beim Vorentscheid an. So werde es eine feste Jury mit drei Juroren geben. Wer neben ihm die Kandidaten bewerten wird, verriet er noch nicht. Zuvor saßen neben Raab ständig wechselnde Juroren in der Sendung. Wer für Deutschland nach Baku fährt, entscheiden aber wieder die Zuschauer. "Wenn es gut läuft und ich Spaß daran habe, kann ich mir durchaus vorstellen, das noch ein paar Jahre zu machen", sagte Thomas D.

Mit Blick auf die politische Situation im Gastgeberland Aserbaidschan sagte er: "Darüber machen wir uns momentan sehr viel Gedanken." Er halte es aber für falsch, dem deutschen Team "jetzt die Verantwortung zu übergeben und zu sagen, ihr müsst da was ändern". "Ich bin hier, um Musik zu machen und einen Künstler zu finden und gehe dann dort hin, um Deutschland zu vertreten." Aber er hoffe, dass Aserbaidschan sich gegenüber der Welt öffne. Der Musikwettbewerb solle ja Völker verbinden.