Russischer Booker-Preis an Autor Ilitschewski

Moskau.Der in Aserbaidschan geborene Jungautor Alexander Ilitschewski hat für seinen Roman «Matisse» die angesehenste Literaturauszeichnung Russlands, den Booker-Preis 2007, gewonnen.

Die Jury lobte «das Ergreifende von Ilitschewskis Büchern und die Leichtigkeit der literarischen Formen, mit denen der Autor schwierige Fragen des Daseins beleuchtet», wie russische Medien am Donnerstag meldeten. Der 37-Jährige nahm die mit 20 000 US-Dollar (13 600 Euro) dotierte Auszeichnung am Mittwochabend in Moskau entgegen. Der Preis wird nach dem Vorbild des britischen Booker Prize seit 1991 vergeben. Der Roman handelt von einem jungen Physiker, der auf der Suche nach Freiheit in die Obdachlosigkeit und die Moskauer Unterwelt abtaucht.

Ilitschewski sagte bei der Preisverleihung, dass es sich um eine tiefgründige Analyse der schwierigen 1990er Jahre in Russland handele, in denen viele Menschen keine Zukunft mehr gesehen hätten. «Zum Glück bleibt der Held am Leben», sagte Ilitschewski, der selbst Absolvent des Moskauer Physikalisch-Technischen Instituts ist und den die Jury unter 78 Konkurrenten auserkor. 1996 brachte der Autor erste Gedichte heraus und später auch Romane. Ilitschewski arbeitete zudem als Wissenschaftler unter anderem in Israel und in den USA.

 
 

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