Rastlos und leidenschaftlich

Renate Sennewald, Vivien Reig-Atmer, Margarete,Annemone Tontsch, Michael Vogel und Margarete  Kuhles-Marschal (v.l.) im Goethe-Museum.
Renate Sennewald, Vivien Reig-Atmer, Margarete,Annemone Tontsch, Michael Vogel und Margarete Kuhles-Marschal (v.l.) im Goethe-Museum.
Foto: WAZ FotoPool
Düsseldorfs Schmuckdesigner laden am Wochenende ins Goethe-Museum. In diesem Jahr dreht sich alles um das Motto „Mensch, Goethe!“.

Düsseldorf..  Er war Dichter, Schriftsteller, Dramatiker und Philosoph - Naturwissenschaftler, Jurist und Staatsmann. Und trotzdem war Goethe auch nur ein Mensch, ein leidenschaftlicher, rastloser, neugieriger und ewig suchender nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die Schmuckdesigner der Gruppe Düsselgold haben Goethes Persönlichkeit nachgespürt und ließen sich von seiner Lebenslust, seinen vielen Liebschaften und seiner Schaffensenergie inspirieren. Das Ergebnis ist am Wochenende, 10. und 11. Mai, 11 bis 18 Uhr, im Rahmen der Jahresschau bei freiem Eintritt im Goethe-Museum zu sehen: Mensch, Goethe!

Die Ausstellung im Goethe Museum hat Tradition. Siebenmal stellte sich die Düsseldorfer Schmucksszene allein im Dichterhaus an der Jacobistraße vor, ein Mal präsentierte sie ihre Arbeiten im Stadtmuseum. Für die beliebte Schau arbeiten die Mitglieder der Gruppe Düsselgold zu einem bestimmten Thema und lassen sich zu Unikaten inspirieren. 18 Designer und Goldschmiede sind diesmal mit dabei und haben sich Goethes Persönlichkeit gewidmet. Originell ist auch die Präsentation der Arbeiten. Im Ausstellungsraum werden die Unikate auf Beton-Tellern auf einer großen Tafeln ausgelegt - außerdem tragen die Künstler ihre Werke in Bauchläden umher. Verkauft wird der Schmuck an diesem Wochenende jedoch nicht. Die Ausstellung dient der Präsentation und dem Knüpfen von Kontakten. Damit die Besucher aber nicht mit leeren Händen gehen müssen, werden kleine Überraschungen wie etwa selbstgefertigte Glückskekse angeboten.
Viele Schmuckmacher sind seit Jahren mit dabei. Vivien Reig-Atmer ist eine von ihnen. In diesem jahr hat sie „Christianes Kette“ kreiert, ein üppiges Schmuckstück, welches die Beziehung es Dichters zu seiner langjährigen Geliebten und päteren Ehefrau Christiane Vulpius symbolisiert. Dagegen hat sich Anemone Tontsch (Galerie Cebra) ein Goethe-Zitat vorgenommen: „Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom er Welt“. Die Dichterworte inspirierten sie zu einer Brosche aus Rinderpergament und Silber, auf der die Goethe-Worte verewigt sind. Wunderschön sind aber auch die anderen Arbeiten: filigrane Ketten, pompöse Ringe, steinbesetzte Anhänger und Broschen.

Die Gruppe Düsselgold unterstützt ihre Mitglieder aber nicht nur durch gemeinsame Ausstellungen. Außerdem hat sie sich der Talentförderung verschrieben. Zu den Jahresausstellungen wird jeweils ein Nachwuchsdesigner eingeladen. In diesem Jahr ist Vera Aldejohann von der Fachhochschule mit dabei. Sie präsentiert ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Geben & Nehmen - Die Aneignung von Graffiti.“

 
 

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