Raab darf wohl doch den Grand Prix aufhübschen

München. Das Erste bleibt an einer Kooperation mit Stefan Raab interessiert. ARD-Sprecherin Silvia Maric sagte dem Nachrichtenportal der WAZ-Mediengruppe, DerWesten.de, am Donnerstag in München, eine Einigung mit Privatsender ProSieben stehe unmittelbar bevor.

ARD-Sprecherin Maric weiter: "Stefan Raab hat in den vergangenen Jahren bereits drei Mal am Eurovision Song Contest als Sänger, Komponist und Produzent teilgenommen – und dies jeweils mit einer Platzierung unter den besten Acht. Seine Musikkompetenz und seine hohe Professionalität sind unbestritten. Insofern wäre eine Kooperation zwischen der ARD und Stefan Raab sowie ProSieben reizvoll.“

"Offene Fragen zeitnah klären"

Maric fügte hinzu, allerdings seien „noch einige Fragen zu diskutieren“. Dazu zählen die Einbindung der Pop- und Jugendprogramme der Landesrundfunkanstalten der ARD in den nationalen Vorentscheid für den Grand Prix.

Zugleich gab sich Maric zuversichtlich, „die offenen Fragen zeitnah klären zu können.“

ProSieben pokert

Derweil pokert der Münchner Privatsender ProSieben im Kampf um die Ausstrahlungsrechte. ProSieben-Vize Christoph Körfer sagte am Donnerstag unmittelbar vor dem Finale der Erfolgsshow "Germany's Next Topmodel" in Köln denkbar knapp: "Kein Kommentar."

Das Erste verhandelt seit einem Jahr mit dem Kölner Entertainer Stefan Raab und seinem Haussender ProSieben über einen Neustart beim Eurovision Song Contest. In den vergangenen Jahren waren die deutschen Beiträge auf schlechte Ergebnisse abonniert. Zuweilen reichte es bei dem von den öffentlich-rechtlichen Sendern Europas ausgerichteten Sangeswettstreit nur für den letzten Platz.

Ursprünglich wollten die ARD und ProSieben ihre Zusammenarbeit bereits am Montag dieser Woche bekannt geben. Branchenkenner vermuten, dass Unstimmigkeiten innerhalb des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes für eine Terminverschiebung sorgten. Beim Ersten gehen Ängste um, dass die ARD bei dem Deal mit ProSieben hintenrüber fällt. Das Horror-Szenario für den öffentlich-rechtlichen Senderverbund sieht so aus: Stefan Raab zieht die Vorauswahl erfolgreich durch - so wie er es bereits bei seinem "Bundesvision Song Contest" vorgeführt hat. Und für die ARD mit ihrem durchschnittlich deutlich älteren Publikum bleibt am Ende nicht viel übrig.

Drei Millionen als Preisgeld

Raab darf sich bereits jetzt als Medienmann des Jahres fühlen - zumal ihm die Ideen nicht ausgehen. Am kommenden Samstag geht es bei der 17. Ausgabe von "Schlag den Raab" um drei Millionen Euro - das höchste Preisgeld, das es bisher in der ProSieben-Show zu gewinnen gab.

Mehr noch: Einen Tag vor dem Fußball-Pokalfinale in Berlin am 30. Mai bittet TV-Spaßvogel Raab in Kölns Arena. Dort richtet er den ersten Deutschen Eisfußball-Pokal aus.

 
 

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