„Surfing The Void“ - Klaxons nehmen Spaß ernst

Annika Rinsche
Die unglaubliche Reise mit dem verrückten Klaxons-Raumschiff. Foto: Universal
Die unglaubliche Reise mit dem verrückten Klaxons-Raumschiff. Foto: Universal

Essen. Die Klaxons ziehen für ihre neue Platte “Surfing The Void” Astronauten-Anzüge über die Neon-Shirts und nehmen ihre Fans mit auf eine unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff.

Nach ihrem gefeierten Debütalbum haben die Klaxons jetzt mit „Surfing The Void” den zweiten Schritt gewagt. Und damit haben sich die Briten zuerst etwas schwer getan. Denn was soll kommen, nachdem man von der Musikpresse bereits zum gefeierten Zugpferd der gehypten New-Rave-Bewegung gekürt wurde? Mit ihrer Mischung aus Rock und elektronischen Klängen, garniert mit schrillen Sirenen und bühnentauglich gemacht dank Neon-Style, wurden die Londoner damals zu den Lieblingen der Clubszene.

Drei Jahre lang haben die Jungs also mit verschiedenen Künstlern und Stilen experimentiert, um zu beschließen: alles auf Anfang, zurück zum Pop. „Ab da war es ganz einfach”, erinnert sich Keyboarder und Sänger James Righton. „Wir wussten, was wir sein wollten.”

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Herausgekommen ist mit „Surfing The Void” ein Album, das das New-Rave-Rad nicht neu erfindet, sondern an Bewährtes anknüpft. So verspricht „Echoes”, die erste Single des neuen Albums, eingängige Melodien in Lieblingslied-Qualität. Und mit dem Titel-Song „Surfing The Void” hat die Band ein verqueres, atemloses Stück im Stil ihres ersten Hits „Atlantis To Interzone” geschaffen.

Katze im Astronauten-Anzug

Auf eine intergalaktische Reise wollen die Klaxons ihre Fans mitnehmen. Dazu lädt schon das Cover ein: eine Katze im Astronauten-Anzug. Und so geht es mit dem musikalischen Raumschiff in Welten mit Nebensonnen und Visionen von Ufo-Invasionen.“Mit dem Song ‘Extra Astronomical’ wollte ich das Klimaproblem von dem Planeten entfernen, um so eine neue Perspektive zu schaffen”, erklärt Sänger und Bassist Jamie Reynolds dazu.

Aber die Reise führt nicht nur in Lichtjahre entfernte Galaxien, sondern auch tief in die Gefühlswelten. „Surfing The Void” - auf der Leere surfen - heißt der Titel des Albums. „Es nervt nicht, wenn man das Beste macht aus einer absolut schlechten Situation” sagt Reynolds. „Negativität wird auf den Kopf gestellt.”Alle Texte verarbeiten Erlebnisse der Band aus den vergangenen drei Jahren - metaphorisch verpackt. Die Interpretation wird dem Zuhörer überlassen.

In Traurigkeit verfallen wollen die Klaxons aber trotz aller Nachdenklichkeit nicht. „Wir sind da, um den Leuten eine Party zu bieten”, betont Reynolds. „Unsere Musik ist immer noch feierlich. Und wir raven noch. Unser Motto lautet: Wir nehmen den Spaß sehr ernst.”

„Surfing The Void“ erscheint am 20. August