Hardwell hat Mega-Zoff mit Swedish House Mafia und Eric Prydz wegen Bootleg-Paket

Axwell und Sebastian Ingrossi von Swedish House Mafia haben via Twitter wütend auf eine Aktion von DJ Hardwell reagiert, der als Dank für Facebook-Likes Bootlegs mit Musik anderer Künstler zum kostenlosen Download angeboten hat.
Axwell und Sebastian Ingrossi von Swedish House Mafia haben via Twitter wütend auf eine Aktion von DJ Hardwell reagiert, der als Dank für Facebook-Likes Bootlegs mit Musik anderer Künstler zum kostenlosen Download angeboten hat.
Foto: ap
Riesen-Zoff ums Urheberrecht in der Elektronischen Musik-Szene: Der niederländische DJ Hardwell hat als Dank für Facebook-Likes 60 Bootlegs mit Musik anderer Künstler zum kostenlosen Download angeboten. Daraufhin gab es via Twitter wüste Beschimpfungen der Swedish House Mafia und von Eric Prydz.

Essen. Das hatte sich der niederländische Electro-Produzent Hardwell doch etwas anders vorgestellt. Eigentlich wollte der 24-Jährige seinen Fans nur ein Geschenk machen, doch jetzt hat er Mega-Zoff mit der Swedish House Mafia und Eric Prydz. Das ist passiert: Seit einiger Zeit ist es in der Elektronischen Musik-Szene Gang und Gäbe, dass die DJs bei ihren Auftritten nicht nur ihre favorisierten Hits spielen. Sie mischen vor den Gigs in ihrem heimischen Studio einige Lieder zusammen und kreieren so ihren eigenen Sound.

Bootleg-Paket von Hardwell als Dank für Facebook-Likes

Dabei wird teilweise der Bass-Lauf, die Melodie und der Gesang aus drei verschiedenen Songs zu einer neuen Produktion - Bootleg oder auch "Mash up" genannt - zusammengemischt. Besonders beliebt sind derzeit zum Beispiel Vocals von Coldplay (Paradise), One Republic (Apologize) und Gotye ("Somebody that i used to know").

Hardwell ist für seine speziellen Bootlegs bekannt und bei den Fans äußerst beliebt. Auch viele andere DJs verwenden die Mash ups in deren Set. Als Dank für das Erreichen von 300.000 Fans bei Facebook wollte sich Hardwell mit einem Geschenk bedanken und bot in einem Bootleg-Packet 62 Produktionen zum Download an. Kostenlos!

Wütende Reaktionen der Swedish House Mafia

Während sich die Hardwell-Fans freuten, gab es wütende Reaktionen von anderen Künstlern wie Axwell und Sebastian Ingrosso von der "Swedish House Mafia" sowie von Eric Prydz. Axwell verglich auf Twitter das Geschäft mit "Facebook-Likes" mit einer Pornoseite.

Sebastian Ingrosso bezeichnete die Aktion als das "ärmlichste, was er je gesehen hat". Und Eric Prydz kündigte süffisant an, dass künftig DJs für Facebook-Likes als Dank in den Wohnzimmern der Fans spielen.

Hardwell entschuldigt sich via Twitter

Hardwell zeigte sich via Twitter erschrocken ob der Reaktionen und entschuldigte sich prompt. Er habe lediglich einige alte Bootlegs mit seinen Fans teilen wollen und würde das Download-Angebot so schnell wie möglich offline nehmen. Axwell kommentierte daraufhin: "Wenn Du Musik liebst, darfst du das nicht damit zeigen, in dem du die Musik anderer Leute kostenlos für Facebook-Likes verschenkst".

Letztlich kommt der Zurückrudern in der sehr gut vernetzten Elektronischen Musik-Szene zu spät. Das Bootleg-Paket wurde bereits so oft heruntergeladen, dass der Server zwischendurch streikte, hieß es zwischenzeitlich auf der Internet-Seite von Hardwell. Damit dürfte die Verbreitung der Mash ups automatisch ihren Lauf nehmen.

 
 

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