Fettes Brot - erschütternd hoher Spaßfaktor

Foto: Stefan Rebein

Herdringen. 7, 6 auf der nach oben offenen Spaß-Skala: Die Kult-Band Fettes Brot begeisterte das Publikum zum Auftakt der „Zauberhaften Abende“ am Jagschloss Herdringen. Die Kollegen von „Die Sterne“ und Dendemann hatten die 4000 Zuschauer aufgewärmt.

Noch zu Beginn des Tages hatte es nicht so ausgesehen, als ob der Abend vor dem Jagdschloss vom Wetter her traumhaft wird. Die Prognosen wenig vielversprechend, der Boden vom Regen der Vortage aufgeweicht und matschig. Viele Menschen kamen mit Gummistiefeln zum Konzertreigen. Doch wer auf eine Schlammschlacht á la „Die Fantastischen Vier“ geträumt hatte, der wurde „enttäuscht“. Kunststoffplatten vor der großen Bühne sorgten dafür, dass die Partygäste trockenen Fußes feiern konnten.

Bei „Die Sterne“ taten das die Arnsberger noch sehr zurückhaltend. Die Hamburger Band sagte, sie sei stolz darauf, das schlechte Wetter vertrieben zu haben. Und tatsächlich ließ sich beim kurzen Auftritt des Quartetts die Sonne blicken. Dem Publikum in Erinnerung bleiben werden die Hitsingle „Was hat dich bloß so ruiniert?“ sowie der Abgang von Frontmann Frank Spilker, der durch das Publikum hindurch schritt und den Ausgang suchte.

Dendemann mit großer Kapelle und gutem Groove

Mit großer Spannung erwarteten viele den Auftritt von Dendemann. Der im nachbarschaftlichen Menden geborene Rapkünstler kam mit einem Outfit wie von der Schalker Nordkurve auf die Schlossbühne. Da, wo einst ein DJ und der Rapper genügten, brachte „Dende“ diesmal eine große Kapelle mit und groovte, was das Zeug hielt. Der damit deutliche rockigere Sound des Wortkünstlers stand dem überzeugten Schnauzbartträger gut zu Gesicht. Im Publikum hüpften viele begeistert im Takt mit. Etwas enttäuscht wurden Fans, die Klassiker von Eins Zwo erwartet hatten. Dende beschränkte sich auf sein Solo-Repertoire.

Nach gut einer Stunde kamen sie dann: eine der besten Live-Bands Deutschlands. „Jeder weiß, dass wir auf der Bühne ordentlich abliefern“, sagte König Boris im Vorfeld. Und dieses Versprechen hielten er und seine Kollegen. Von der ersten Sekunde ließen sie den gut 4000 Zuschauern kaum eine Atempause. Bei „The Großer“ flogen die Hände in die Luft. Der nächste Hit: „Erdbeben, was geht denn?“ Gäbe es in Arnsberg Seismographen, hätte die Richterskala nicht ausgereicht um den riesigen Spaßfaktor des Konzertes anzuzeigen.

 
 

EURE FAVORITEN