Parookaville erobert die Herzen der Festival-Fans

Die Mainstage von Parookaville zog die Bürger in ihren Bann.
Die Mainstage von Parookaville zog die Bürger in ihren Bann.
Foto: Ingmar Kreienbrink
Nach dem beeindruckenden Start steigert sich Parookaville in Weeze am zweiten Tag. 25.000 begeisterte Bürger feierten Superstars wie Steve Aoki, Martin Solveig und Oliver Heldens. Das Datum für "Parookaville 2016" steht fest.

Weeze. Es war für viele Camper eine kurze Nacht in Parookaville, bevor das Festival in den zweiten Tag startete. Obwohl es regnete wurde auf dem mit 12.000 Menschen gefüllten Campingplatz munter weiter gefeiert. Der in der Mitte errichtete Penny-Markt sorgte für die Verpflegung. „Um 1.30 Uhr hatten wir noch sieben Kassen geöffnet“, erzählt Regionalleiter Jochen Vogel. Der Markt habe an den zwei Tagen einen größeren Umsatz gemacht als die Weezer Filiale in drei Monaten.

Nicht zufrieden waren viele Camper und auch Festival-Besucher mit dem Zustand der sanitären Anlagen. Wartezeiten bei den Duschen von über einer Stunde sowie zu wenige und völlig verdreckte Klos sorgten für Missmut. „Wir wissen, dass es an einigen Stellen noch Verbesserungsbedarf gibt“, sagte Organisator Bernd Dicks von Veranstalter „Next Events“ offen. Der Ärger war bei den meisten Bürgern von Parookaville allerdings schnell verflogen, als das Line up in die zweite Runde startete.

Schon früh füllte sich der Bereich vor der Mainstage, als die Ostblockschlampen mit klassischem EDM-Sound für Stimmung sorgten. Den ersten Höhepunkt markierte anschließend Oliver Heldens. Im Eiltempo ist der Stern des erst 20-jährigen Niederländers am Himmel der Elektro-Szene aufgegangen.

Oliver Heldens: "Vom ersten Mal Parookaville positiv überrascht"

Mit seinen House-Produktionen hat er einen unverkennbaren Stil entwickelt. „Ich bin von dem ersten Mal Parookaville positiv überrascht. Das Publikum hatte eine unglaubliche Energie“, schwärmte Oliver Heldens anschließend im Interview mit der Funke Mediengruppe. Da ließ sich es sich der Niederländer nicht nehmen und legte selbst einen „Shuffle-Dance“ auf der Bühne hin.

Vor der imposanten, 38 Meter breiten Mainstage hatten die Bürger von Parookaville wenig Zeit zum Ausruhen. Erst Deorro (USA) und dann Martin Solveig (Frankreich) lockten so viele Besucher an, dass sich die fünf anderen Areas merklich leerten – obwohl auch dort das musikalische Niveau sehr hoch war.

Steve Aoki (USA) setzte dem Ganzen mit einem energiegeladenen Live-Set die Krone auf. Mittlerweile hatte sich so viel Hitze im Innenraum durch die gedrängt stehenden Fans angestaut, dass einige geschwächt aus der Menge gezogen werden mussten.

Mitreißendes DJ-Set von Fedde le Grand

Mit einem mitreißenden DJ-Set gönnte anschließend der Niederländer Fedde le Grand den Parookaville-Bürgern keine Pause. „Die Mainstage ist berauschend“, lobte der erfahrene DJ im Interview mit der Redaktion. „Dieses Show-Konzept von Parookaville funktioniert perfekt. Die Menschen wollen heute mehr als ein reines Musik-Festival. Da gehört auch Entertainment dazu.“

So durfte natürlich ein ausgiebiges Feuerwerk zu der Parookaville-Hymne „Close Your Eyes“ des Spaniers Danny Avila mit dem schwedischen Produzenten Kaaze nicht fehlen. Während einige Besucher noch bis in die Morgenstunden feierten, war ein großer Teil der Bürger nach dem Live-Set von Danny Avila schlicht platt vom stundenlangen Tanzen, Springen und Jubeln.

Von den 25.000 Parookaville-Bürgern dürfte ein Großteil auch für das kommende Jahr wieder ein Ticket kaufen und damit "ein Visum beantragen". „Natürlich wird es auch 2016 Parookaville geben“, verkündete Bernd Dicks in der Nacht stolz. Der Organisator war immer noch überwältigt, dass es zur Premiere des Festivals für Elektronische Dance Music (EDM) noch nicht einmal eine Abendkasse gegeben hat, weil das Event bereits vorher ausverkauft war.

Parookaville mit "viel Mut und etwas Geisteskrankheit" gestemmt

„Zwei Jahre haben wir gefeilt, um in dieser schönen Gemeinde Weeze auf dem herrlichen Gelände mit viel Mut und etwas Geisteskrankheit dieses Projekt auf die Beine zu stellen“, blickte Dicks zurück. Da passte das Motto von Parookaville perfekt: „Mögen Wahnsinn, Liebe und pure Glückseligkeit diese Stadt regieren.“ Und das war erst der Anfang der Geschichte der imaginären Stadt Parookaville, die einmal im Jahr für drei Tage zum Leben erwacht.

Hier lesen Sie die Bilanz von Tag 1 beim Parookaville-Festival in Weeze

 
 

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