Frei.Wild darf bei Metalfestival "With Full Force" auftreten

Frei.Wild (hier bei einem Konzert in Essen) wird im Sommer beim Metalfestival "With Full Force" spielen. Der Veranstalter wird dafür auf Facebook heftig kritisiert.
Frei.Wild (hier bei einem Konzert in Essen) wird im Sommer beim Metalfestival "With Full Force" spielen. Der Veranstalter wird dafür auf Facebook heftig kritisiert.
Foto: Jan Dinter/WAZ FotoPool
Mit dieser Band-Bestätigung haben sich die Veranstalter des Metal-Festivals "With Full Force" viel Ärger und wenig Freude gemacht: Die umstrittene Deutschrock-Band Frei.Wild wird bei dem Festival im Sommer auftreten. Das teilte der Veranstalter auf Facebook mit. Hunderte Fans protestieren.

Leipzig.. Die umstrittene Rockband Frei.Wild darf beim Metalfestival "With Full Force" auftreten. Die Veranstalter bestätigten am Dienstagnachmittag auf Facebook, dass Frei.Wild zum Line-Up des Festivals gehört.

Frei.Wild wird dort als "angesagteste, zugkräftigste und umjubeltste, aber auch eine der umstrittensten Bands des Streetpunk-Sektors" angekündigt. Das With Full Force stehe für für Toleranz, man beteilige sich nicht an Hexenjagden und freue sich, die Band zum Jubiläum erneut präsentieren zu können.

"Mit Frei.Wild ist das Full Force für mich gestorben"

Die Fans des Festivals (auf Facebook haben knapp 45.000 auf "Gefällt mir" geklickt) äußerten sich überwiegend kritisch bis entsetzt über diese Ankündigung. Während einige drohten, unter diesen Umständen lieber auf andere Festivals fahren zu wollen ("...und damit ist das Full Force für mich gestorben"), beschwerten sich andere, dass der Veranstalter mit dieser Band ein rechtes Publikum anlocke.

Ein Kommentator sprach von einem "Eigentor", das der Veranstalter geschossen habe. Er rechne damit, dass nach der Frei.Wild-Bestätigung andere Bands ihre Zusage für das Festival widerrufen werden. Insgesamt wurden bislang über 600 Kommentare abgegeben.

Frei.Wild-Fans verteidigen ihre Band

Einige Kommentatoren verteidigten Frei.Wild: Die Band sei nicht rechtsextrem, die Texte würden missverstanden. Eine Handevoll Fans zeigte sich erfreut über die Zusage der als rechts geltenden Band für das Festival. In Dortmund war der Betreiber der Westfalenhalle heftig kritisiert worden, weil Frei.Wild dort auftreten durften. Oberbürgermeister Ulrich Sierau sah sich genötigt, die Band vor rechtsextremen Äußerungen zu warnen.

Zuletzt hatte die Rockband Jennifer Rostock für Aufsehen gesorgt, weil sie ihren Fans untersagte, in Frei.Wild-Shirts auf ihren Konzerten zu erscheinen.

 
 

EURE FAVORITEN