Devil Side: Erfolgreicher Einstand mit Stolpersteinen

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Duisburg. Das Devil Side Festival hat seine Prämiere überstanden. Geschätzte 10.000 Zuschauer haben im Landschaftspark Duisburg Motörhead, 20 weitere Bands und sich selbst gefeiert. Trotz organisatorischer Schwierigkeiten war es ein erfolgreicher Einstand für das Festival.

Innerhalb kurzer Zeit ist ein Festival auf die Beine gestellte worden, das Gutes für die Zukunft verspricht. Das Gelände im Landschaftspark hat sich als passend erwiesen, überhaupt war der Rock-Sound vor der Kulisse der Industrieruinen ein imposantes Schauspiel - zumal das Wetter optimal mitspielte.

Es lief noch nicht alles rund. Der Besucherandrang war groß. So gab es etwa lange Wartezeiten an den Bierständen. Das eigentlich erfreulich gute Wetter sorgte natürlich für entsprechend viele durstige Kehlen. Das Personal war dabei offensichtlich hoffnungslos überlastet. Vielfach wurde bemängelt, dass die Zuschauer das Gelände nicht verlassen durften, sobald sie einmal innerhalb der Absperrungen waren. Der Grund dafür war, dass keine Bändchen ausgeteilt wurden, die belegten, dass man sein Ticket bereits eingelöst hatte.

Keine Abstriche gab es hingegen beim Wesentlichen. Der Musik. Das hochkarätige Line-Up bot eine gute Mischung, am Sound gab es nichts auszusetzen. Nur der kurze Abstand zwischen den Spielzeiten der Bands ließ ein wenig Hektik unter den Zuschauern aufkommen, die versuchten möglichst wenig zu verpassen. Sobald auf der einen Bühne der letzte Ton verklungen war, ging's auf der gegenüberliegenden Seite schon wieder los. Atemloser Rock'n'Roll, von morgens bis abends.

Das Festival verlief zum größten Teil friedlich. erfahrene Besucher von Rock- oder Metal-Festivals wissen, dass sich die Menschen auf solchen Veransteltungen in der Regel zu benehmen wissen. 61 Menschen, hat die Polizei ausgerechnet, mussten alkoholbedingt ärztlich behandelt werden.

Unter den Zuschauern war neben der Begeisterung für dieses neue Festival in Duisburg auch Kritik an der schlechten Getränke-Versorgung und weiteren kleinen organisatorischen Tücken zu hören. Hier sind einige Stimmen der Besucher:

"Ich finde die Musik super. Aber ich habe gerade eine dreiviertel Stunde für ein Bier angestanden. Da waren dann die Ein-Liter-Gläser leer, das ist natürlich so eine Sache. Da kann man ein bißchen mehr tun im nächsten Jahr. Außerdem wären Bändchen super, damit man mal raus und wieder rein kann. Aber da kann man auch drüber hinweg sehen" (Gil aus Köln)

"Ich darf noch nicht einmal zu meinem Auto und mir Wasser holen. Das geht gar nicht." (Daniel aus Siegen)

"Die Location ist super. Ich hätte es mir allerdings voller vorgestellt." (Tobi aus Essen)

"Es könnten mehr Bierstände da sein. Aber ich glaube das sind noch die Jungfrauenkrankheiten des Festivals" (Patrick aus Mühlheim an der Ruhr)

"Man sollte Bändchen einführen und das Pfand auf diese billigen Becher abschaffen, ansonsten von den Bands und der Location her ist alles super." (Simon aus Anholt im Kreis Borken)

"Ich find das Devil Side gut, ich hätte mir nur mehr Metal gewünscht. Beim Bier verteilen ist aber wohl was schief gelaufen. Außerdem hätte man Wasser zu Verfügung stellen sollen." (Tim aus Wesel)

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