Lessing-Preis für die Wanderwege der Wanderhure

Sein Buch darf Julius Fischer unter dem Titel nicht mehr verbreiten, entschied das Düsseldorfer Landgericht. Jetzt bekam er für das Buch 5.500 Euro.
Sein Buch darf Julius Fischer unter dem Titel nicht mehr verbreiten, entschied das Düsseldorfer Landgericht. Jetzt bekam er für das Buch 5.500 Euro.
Den mit 13.000 Euro dotierten Lessing-Preis erhält dieses Jahr die Reporterin Carolin Emcke. Den Förderpreis bekam Julius Fischer für sein Satirebuch.

Kamenz.. Die Reporterin und Publizistin Carolin Emcke ist im ostsächsischen Kamenz mit dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen ausgezeichnet worden. Die 47-Jährige nahm den mit 13 000 Euro dotierten Preis am Samstag entgegen. Emcke berichtet seit vielen Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten. Sie lebt in Berlin.

Die beiden Förderpreise gingen an den Autor Julius Fischer ("Die schönsten Wanderwege der Wanderhure") und den Dramatiker Wolfram Höll ("Und dann"). Diese Auszeichnungen sind mit jeweils 5500 Euro dotiert.

Gotthold Ephraim Lessing verpflichtet

Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) würdigte die Preisträger als drei Menschen, die sich dem Schaffen des Gelehrten Gotthold Ephraim Lessing verpflichtet fühlten. "In ihren Reportagen und literarischen Werken setzen sie sich für Aufklärung, Toleranz und Menschlichkeit in der Gesellschaft ein", sagte Stange.

Verlagsstreit Der Lessing-Preis wird seit 1993 vom Freistaat Sachsen verliehen. Mit der diesjährigen Vergabe begannen in Kamenz die 50. Lessing-Tage zu Ehren des dort geborenen Denkers. Unter dem Motto "DichterFeiern" stehen bis zum 27. Februar 19 Veranstaltungen von Theatergastspielen über Lesungen bis zu Sonderausstellungen auf dem Programm. (dpa)

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