Kunst aus Georgien kommt nach Westfalen

Hagen..  In seiner Heimat Georgien ist der Maler Zurab Gikashvili ebenso bekannt wie geachtet; erstmals widmet jetzt das Hagener Osthaus-Museum (bis zum 22. November) dem Künstler eine Einzelausstellung.

Der 55-jährige Gikashvili begann seine Ausbildung am Kunst-College in Tiflis und wechselte anschließend an die dortige Kunstakademie. Der damals noch vorgegebene Sozialistische Realismus, den die Kreativen staatsgelenkt umsetzen sollten, war seine Sache eigentlich nie.

Bekanntschaft mit Markus Lüpertz

Der junge Maler fühlte sich gegängelt und eingeengt. Mit der schließlichen Öffnung des Ostens nach Westen lernte Zurab Gikashvili vor allem die deutsche Kunstszene besser kennen. Das Zusammentreffen mit Markus Lüpertz beispielsweise nennt der Georgier auch heute noch ein richtungsweisendes Ereignis.

In Hagen beschränkt sich Zurab Gikashvili thematisch vor allem auf mittelformatige Interieurs. Eigenwillige Stillleben und inszenierte Studien von Stühlen, Gefäßen und anderen Utensilien.

Handwerkliches Können

Der georgische Künstler legt dabei großen Wert auf handwerkliches Können, das ihm als wesentliche Grundlage seiner Kunst erscheint. Er fühlt sich durchaus auch in der Traditionen der Alten Meister, ohne den Blick für die Moderne zu verlieren.

Gikashvili war und ist nicht an irgendeiner ideologischen Ausrichtung interessiert; er selbst sieht sich als ein nonkonformer Mensch, der dies auch in seinen Bildern zum Ausdruck bringen will. Das Malen ist ihm zur allgegenwärtigen Aufgabe geworden; er arbeitet praktisch tagtäglich an seinen Bildern.

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