Taylor Lautner sucht in „Atemlos“ seine Identität

Nathan Harper (Taylor Lautner) und Karen (Lily Collins) haben in „Atemlos - Gefährliche Wahrheit“ Angst um ihr Leben. Foto: Studiocanal
Nathan Harper (Taylor Lautner) und Karen (Lily Collins) haben in „Atemlos - Gefährliche Wahrheit“ Angst um ihr Leben. Foto: Studiocanal
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Essen.. Die Recherchen für eine Hausarbeit über vermisste Kinder sind der Auslöser für jede Menge Action: In „Atemlos - Gefährliche Wahrheit“ sucht Teenager Taylor Lautner nach seiner Identität und erlebt dabei Spannendes.

Man kennt den nackten Oberkörper des Jungschauspieler Taylor Lautner (19) aus den Filmen der „Twilight“-Saga. Dort hat er als Werwolf das zwanghafte Bedürfnis, sich bei jeder Wandlung das T-Shirt vom Leib zu reißen. Es ist also kein Zufall, eher schon eine ironische Anspielung, wenn Lautner in dem Thriller „Atemlos – Gefährliche Wahrheit“ nach einer durchzechten Party in feinem Ambiente mit freiem Oberkörper mitten auf dem Rasen des Anwesens aufwacht.

Globale Überwachungsmechanismen

Lautner spielt in „Atemlos“ den durchtrainierten Teenager Nathan Harper, der von jetzt auf gleich vor den Trümmern seiner Existenz steht. Es beginnt in der Schule mit einer Hausarbeit über vermisste Kinder, die Nathan im Internet plötzlich mit einem Jungen konfrontiert, der ihm selber verdächtig ähnlich sieht. Und es endet damit, dass nach ein paar Recherchen im Netz plötzlich zwei fremde Männer im Wohnzimmer stehen, seine Eltern töten und das Haus in die Luft jagen. Nathan kann gerade noch rechtzeitig mit seiner Klassenkameradin Karen (Lily Collins) entkommen.

Regisseur John Singleton, der einst mit dem Ghetto-Drama „Boyz’n the Hood“ bekannt wurde und zuletzt vor fünf Jahren mit dem Rachefilm „Vier Brüder“ überzeugte, weiß sehr genau, wie man einen Film mit Rasanz ausstattet. Und so wird „Atemlos“ seinem Titel ab sofort gerecht: Nathan und Karen können sich in Zeiten globaler Überwachungsmechanismen keine Sekunde sicher sein, können keinem trauen, müssen ständig in Bewegung bleiben. Und Nathan will wissen, warum man ihn jagt, warum er bei Pflegeeltern aufgewachsen ist.

Begehrte Liste

Als „MacGuffin“ des Films dient schließlich eine Liste mit 25 Namen von amerikanischen Doppelagenten, angefertigt von Nathans leiblichem Vater im Dienste der CIA, die alle haben wollen, von der aber keiner weiß, wo sie sich befindet. Nathan zunächst eigentlich auch nicht. Der Zuschauer, fasziniert von der pausenlosen Fluchtbewegung, kommt dabei kaum zum Nachdenken. Was nur gut ist, da sonst die vermeintliche Logik des Films wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen würde. Es bleibt trotz allem ein aufregender Film, dessen Actionsequenzen sogar die darstellerischen Schwächen seines Hauptdarstellers vergessen machen.

 
 

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