"Seventh Son" erzählt von Geistern und Hexenjägern

Tom Ward (Ben Barnes) wird von Meister Gregory (Jeff Bridges) auf die Hexenjagd vorbereitet.
Tom Ward (Ben Barnes) wird von Meister Gregory (Jeff Bridges) auf die Hexenjagd vorbereitet.
Foto: Universal Pictures
Der Fantasy-Film "Seventh Son" verwandelt eine interessante Romanvorlage in eine Geschichte ohne Seele. Ursprünglich waren noch weitere Teile geplant.

Essen.. Der siebente Sohn des siebenten Sohnes wird es sein, der über die Kraft und die Mittel verfügt, um die Herrschaft der Hexen zu brechen. So klingt die Ausgangsidee einer Märchenerzählung, die unter dem Vermarktungsbegriff Fantasy mit dem Titel „Seventh Son“ den jüngsten Versuch Hollywoods markiert, aus einer erfolgreichen Romanvorlage Kinokapital zu schlagen.

Joseph Delaneys Buch „Spook – Der Schüler des Geisterjägers“ würde als erster Teil der „Wardstone Chroniken“ Auftakt für mindestens fünf weitere Filme sein. So war das Kalkül, als man den Stoff in Auftrag gab. Die Regie wurde Sergej Bodrow übertragen, einem erfahrenen russischen Filmhandwerker, der es mit dem Film „Der Mongole“ 2008 in die Endausscheidung für den Auslandsoscar geschafft hatte. Solche exotischen Regisseure sind demütig, sie verstehen es, preisgünstig zu filmen und sind damit immer wieder eine interessante Option für Hollywood-Filme aus der zweiten Reihe.

Eine Fortsetzung fällt aus

Tatsächlich ist „Seventh Son“ nicht mehr als ein B-Picture, im Blick aufs Sujet eher knapp budgetiert und deshalb darauf bedacht, dass man zügig zur Sache kommt. Kaum tritt Jeff Bridges als Spook (Geisterjäger im Wikinger-Look) in Erscheinung, da bekommt er es schon mit Mutter Malkin zu tun, die eine besonders hintertriebene Hexe ist. Julianne Moore spielt sie mit extrem weiß geschminktem Gesicht und enttäuschenderweise absolut frei von verführerischer oder sadistischer Ausstrahlung.

Der Geisterjäger benötigt einen Gehilfen, weil es sonst eben nicht geht, die Hexen zu besiegen. Damit kommt Ben Barnes (der Prinz Kaspian aus den „Narnia“-Filmen) Jung-Tom ins Spiel, der sich in Jung-Alice (die hübsche Jung-Schwedin Alicia Vikander) verliebt, die zur Hälfte Hexe ist, aber auch Tom trägt ein Geheimnis in sich. Es ist viel los in diesem Film. Es gibt Riesen und Hexenmeister, die sich in Drachen verwandeln und eine Stadt niedermachen. Die Schauwerte sind da, aber es fehlt an Biss und an Seele. Deshalb fiel der Film in Amerika durch, deshalb wird es keine Fortsetzung geben und das ist gut so.

Wertung: Zwei von fünf Sternen

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