Ninja Assassin - Waisenkinder zu Kampfmaschinen

Essen. Actiongeladen, gewalttrunken mit einem Drehbuch, das aus dem Füller eines Grundschülers geträufelt zu sein scheint: "Ninja Assassin" enttäuscht mit billigen Kulissen und schlampigen Trickeffekten.

Sie sind schnell, lautlos und garantiert tödlich - die Ninjatrupps des japanischen Osuno-Clans rekrutieren sich seit Jahrhunderten aus Waisenkindern, die in hartem Training zu gewissenlosen Mördern erzogen werden. Da auch Traditionsunternehmen mit der Zeit gehen müssen, meucheln die Osunos nun gegen bare Münze; zuletzt fiel ihnen der russische Präsident zum Opfer. In Berlin stößt die Europol-Agentin Mika Coretti (Naomie Harris) auf entsprechende Zusammenhänge und hat mit diesem Wissen ihr Leben eigentlich schon verwirkt.

Bedrohung aus Fernost

Doch dann tritt ein junger Mann zwischen Hals und Klinge und verhindert das Schlimmste. Raizo ist ein abtrünniger Osuno-Ninja, die einzige effektive Waffe gegen die Bedrohung aus Fernost.

Action und Tiefgang finden nicht oft zusammen. Das gilt auch für das jüngste Brutalpaket des ehemaligen Blockbuster-Fabrikanten Joel Silver („Stirb langsam”), der von allen guten Geistern verlassen scheint, seit er mit den Wachowski-Brüdern („Matrix!) gemeinsame Sache in Europa macht.

Nach dem Millionen-Flop „Speed Racer” legt das Trio mit „Ninja Assassin” nach, der für so viel weniger Geld entstand, dass es unangenehm auffällt. Die Kulissen sehen billig aus, die Trickeffekte sind schlampig, das Drehbuch scheint aus dem Füller eines Grundschülers geträufelt. Ein gewalttrunkener Film, der dem Megastar Rain den Weg nach Hollywood ebnen sollte. Berlin dürfte diesmal schon Endstation sein.

 
 

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