Mr. Peabody und Sherman reisen durch die Zeit

„Mr. Peabody und Sherman“ – der jüngste Wurf aus der Digitaltrickschmiede DreamWorks.
„Mr. Peabody und Sherman“ – der jüngste Wurf aus der Digitaltrickschmiede DreamWorks.
Foto: Twentieth Century Fox/dpa
Der Animationsfilm "Die Abenteuer von Mr. Peabody und Sherman" erzählt von einem gebildeten Hund, der mit seinem menschlichen Adoptivsohn Sherman durch die Zeit reist. Kompliziert wird die Geschichte, als Shermans Klassenkameradin Penny, die sich mit ihm prügelt, in Ägypten verloren geht.

Essen. DreamWorks Animation ist die US-Digitaltrickschmiede, aus der Hits wie „Madagaskar“ und „Drachenzähmen leicht gemacht“ hervorgingen. Der jüngste Wurf: „Die Abenteuer von Mr. Peabody und Sherman“ erzählt von einem gebildeten Hund, der mit seinem menschlichen Adoptivsohn Sherman durch die Zeit reist.

Die beiden durchlaufen dabei welthistorische Stationen, treffen im alten Ägypten auf Pharao Tut-anch-Amun, mischen im Trojanischen Krieg mit oder werden mit den Wirren der Französischen Revolution konfrontiert. Das Ganze klingt wie eine komprimierte Form der SciFi-Serie „Time Tunnel“ auf Animationsbasis, tatsächlich aber gab es Peabody und Sherman schon früher. Von 1959 bis 1962 tauchten sie in der Zeichentrickserie „The Rocky & Bullwinkle Show“ im US-Fernsehen auf.

Parodie auf "Der Gott des Gemetzels"

Peabody und Sherman, der Film, ist nun der erste Testballon von DreamWorks, der auf Figuren aus dem Fundus der amerikanischen Populärkultur zugreift. Um die Zeitreiseepisoden zu einer Handlung zu verschweißen, wurde das Mädchen Penny erfunden. Das geht in die gleiche Schulklasse wie Sherman, neidet ihm den scharfen Verstand und nennt ihn einen Hund. Es kommt zur Rauferei und einem Treffen zwischen Hund Peabody und Pennys Eltern, was eine amüsante Parodie auf Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“ erlaubt.

Die Kinder probieren derweil die Zeitmaschine aus. Penny geht in Ägypten verloren und muss zurückgeholt werden. Die Abenteuer vollziehen sich mit hohem Gagtempo in Wort und Bild, wobei die visuellen Späße für die Kinder, die hintersinnigen Wortwitze für Erwachsene konzipiert sind. Diese amerikanische Lektion in Sachen Pädagogik und Geschichtsstunde ist wirklich interessant.

Wertung: vier von fünf Sterne

 
 

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