Kinderfilmtage: Montag, 27. Oktober

In allen drei Städten stehen heute tolle Filme auf dem Programm.

Eulenspiegel in Essen, 11 Uhr:

Toni Goldwascher

  • Deutschland 2007 / 89 Minuten
  • Regie: Norbert Lechner
  • mit: Lorenz Strasser, Florian Schlegl, Annemarie Lechner u. a.
  • Empfohlen ab 8 Jahren
  • nominiert für den EMO 2008 und die EMMI 2008

Die Geschichte:

Die Geschichte von Toni Goldwascher spielt einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg in einem kleinen Dorf am Inn. Hinter der Fassade einer heilen Welt gibt es alte, unausgesprochene Feindschaften und Rivalitäten.

Held der Geschichte ist der zwölfjährige Toni, genannt ”Toni Goldwascher”, der mit seiner Mutter Maria und seinem Hund Strupp im alten "Goldwascherhaus" außerhalb des Dorfes am Fluss wohnt. Tonis Großvater hat hier früher tatsächlich Gold gewaschen - was im Dorf als Versuch galt, ohne ehrliche Arbeit reich zu werden. Das ist zwar lange her, doch das Haus gilt im Dorf immer noch als Schandfleck.

Toni ist ein Außenseiter ohne eigenes Zutun. Der Großbauernsohn Hans Beil aus dem Oberdorf drangsaliert Toni nicht nur mit seiner ”Unterdörfler-Bande”, er will ihm auch seine Goldbucht am Fluss streitig machen, dort wo Toni - wie früher sein Großvater - versucht Gold zu waschen. Zwei Kinder aus dem örtlichen Waisenhaus, der Epileptiker Herbert und die stumme Elfie sind zwar auf Tonis Seite, aber viel ausrichten können sie auch nicht.

In dem jungen Kaplan, der Toni gerne als Ministranten hätte, findet Toni zum Glück einen heimlichen Mitstreiter. Doch der Konflikt schaukelt sich auf, als Toni in der Bucht tatsächlich Gold findet! Voller Neid geht auch Hans Beil mit seiner Bande auf Goldsuche – und gräbt zu allem Unglück etwas viel Brisanteres als Gold aus dem Ufersand: Einen alten Karabiner mit Munition, der nach dem zweiten Weltkrieg dort verbuddelt wurde.

Als Hans für seine ”alten Rechnungen” gegenüber Toni Vergeltung üben will, kommt es zu einer dramatischen nächtlichen Begegnung zwischen den beiden verfeindeten Jungen und aus dem Spiel wird plötzlich bitterer Ernst …

Jugendzentrum in Essen, 11 und 16 Uhr:

Knut und seine Freunde

  • Deutschland, Weißrussland 2008 / 90 Minuten
  • Regie: Michael Johnson
  • Dokumentation
  • Empfohlen für Kinder ab 6 Jahren
  • nominiert für die EMMI 2008

Die Geschichte:

Für Berlin stand das Jahr 2007 ganz im Zeichen des kleinen Eisbären-Jungen Knut, der die Hauptstadt und die Medien mit seinem Niedlichkeits-Faktor in Beschlag nahm. Nachdem nun auch die Zoos in Nürnberg und Stuttgart kleine, weiße Fellknäule vorzuweisen haben, war es nur noch eine Frage der Zeit bis Knut auch die große Leinwand erobert.

"Knut und seine Freunde" konzentriert sich dabei auf das Zeigen putziger Begebenheiten des tollpatschigen Bärenjungens. Für Ablenkung sorgen die eingestreuten Sequenzen von Knuts "Freunden" in freier Wildbahn, die Eisbären-Jungen Lasse und Linn sowie die Braunbärenbabys Masha und Pasha.

Lichtburg Filmpalast in Oberhausen, 11 Uhr:

Karo und der liebe Gott

  • Österreich 2006 / 95 Minuten
  • Regie: Danielle Proskar
  • mit: Resi Reiner, Petra Morzé, Markus Gertken, Branko Samarovski u. a.
  • Empfohlen ab 7 Jahren

Die Geschichte:

Als die achtjährige Karo mit ihrer Mutter in eine neue Wohnung zieht und der Vater zurückbleibt, versteht das Mädchen die Welt nicht mehr. Da hilft auch das Versprechen der Mutter nicht, sie würde ihren viel beschäftigten Vater nun ja viel häufiger sehen als zuvor. Und schließlich zieht auch noch eine andere Frau bei ihrem Vater ein. Traurig klagt Karo ihr Leid in ein Funkgerät, mit dem sie Kontakt zu Gott aufnehmen und diesen um Hilfe bitten will. Tatsächlich antwortet ihr eine mürrische Stimme – und tatsächlich scheint es sich dabei um den lieben Gott zu handeln. Wenig später trifft sie den Menschen, der sich hinter dieser Stimme verbirgt: einen ungepflegten alten Mann aus der Wohnung unter Karo, der sie mit knappen Ratschlägen schnell wieder loswerden will. Den lieben Gott hatte sich Karo anders vorgestellt. Als Karo trotzdem nicht locker lässt und ihn immer wieder um Rat fragt, lässt dieser sich mehr und mehr auf das Mädchen ein. Er unterstützt sie bei ihrem Versuch, die Eltern wieder zusammen zu bringen, aber er erklärt ihr auch mit einfachen Worten, warum Vater und Mutter vielleicht nicht mehr zusammen leben können.

Lichtburg Filmpalast in Oberhausen, 16 Uhr:

Die Drachenjäger

  • Frankreich, Deutschland, Luxemburg 2007/2008 / 84 Minuten
  • Regie: Arthur Qwak, Guillaume Ivernel
  • mit den Stimmen von: Farina Flebbe, Tobias Meister, Sven Plate, Klaus Sonnenschein, Tilo Schmitz
  • Empfohlen ab 8 Jahren
  • nominiert für die EMMI 2008

Die Geschichte:

Die Welt, wie wir sie kennen, ist nur noch graue Erinnerung. Ziellos treiben die Menschen und Tiere in ihren Städten und Häusern auf großen und kleinen Gesteinsbrocken durch Zeit und Raum, begegnen sich zufällig und schweben wieder davon. In dieser Welt ohne Zukunft regieren die Drachen, und der schrecklichste von ihnen setzt an, alles um sich herum zu vernichten: der Weltenfresser.

Der Mythos besagt, dass er alle 20 Monde erwacht und die Menschheit in Angst und Schrecken versetzt. Lord Arnold hat alle Anzeichen für seine Wiederkehr entdeckt: Die rote Wolke, sprechende Tiere und einstürzende Gemäuer. Seine Ritter sind auf der Jagd nach der Kreatur entweder gestorben oder wahnsinnig geworden.

So setzt Lord Arnold seine Hoffnung auf die Drachenjäger Gwizdo und Lian-Chu, die sich mit der Nichte des Herrschers auf eine ungewisse Reise machen. Ihr Weg führt sie durch verlassene Städte und dunkle Wälder, zwingt sie zu Kämpfen mit unglaublichen Drachen, bis sie eines Tages das Ende der Welt erreichen – der Welten fresser ist nah. Und ihn verbindet mit Lian-Chu ein düsteres Geheimnis...

Begegnungsstätte Kloster Saarn, 16 Uhr:

Erik im Land der Insekten

  • Niederlande, Deutschland 2004 / 97 Minuten
  • Regie: Gidi van Liempd
  • mit: Jasper Oldenhof, Anne-Mieke Ruyten, Jaak Van Assche, Yale Sackman u. a.
  • Nach dem Kinderbuch-Klassiker "Erik und sein kleines Insektenbuch" von Godfried Bomans
  • Empfohlen ab 6 Jahren

Die Geschichte:

Seit dem Tod seines Vaters ist der 10-jährige Erik ein Einzelgänger, scheu und eigenbrötlerisch. Zu seinem Schrecken soll er nun auch noch vor seiner Klasse ein Referat über Insekten halten, von denen er überhaupt keine Ahnung hat. In der Nacht schläft er bei seinem Großvater.

Dort entdeckt er in der Scheune ein Insektenlexikon mit der alten Abbildung einer Sommerwiese. Als Erik durch einen Zauber auf Ameisengröße schrumpft, gelangt er auf diese Weise in die Welt der Insekten. Es beginnt eine abenteuerliche Reise mit der Gelegenheit, die Welt der kleinen Lebewesen aus nächster Nähe kennen zu lernen und eine Menge über ihr Leben zu erfahren. Im Schneckenhotel mietet er sich als Bücherwurm ein – und mit Hilfe seines Insektenbuches gewinnt Erik bald die Bewunderung aller Bewohner.

Doch nicht jede Hilfe, die er den Tieren gibt, stellt sich als richtig heraus, so dass er einige Insekten sehr verärgert. Diese wollen sich nun an ihm rächen.

 
 

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