Das magische Haus - Kater Thunder findet wunderbare Freunde

Uwe Mies
Zauberer Lawrence und Kater Thunder verzaubern ihr Publikum.
Zauberer Lawrence und Kater Thunder verzaubern ihr Publikum.
Foto: StudioCanal Deutschland/dpa
In dem belgischen Animationsfilm findet ein Kätzchen Unterschlupf im Haus von Zauberer Lawrence. Als der Mann ins Krankenhaus kommt, wittert sein geldgieriger Neffe seine Chance und will das Haus verkaufen. Doch er hat die Rechnung ohne Kater Thunder und dessen Freunde gemacht. Familienspaß in 3D.

Essen. 3D-Animationskino ist eine feste Bank Hollywoods. Ben Stassen hält dagegen. Der gebürtige Belgier mit amerikanischem Filmstudium organisiert seit einigen Jahren europäische Gegenwehr und kann mit den zwei Abenteuern um die Wasserschildkröte Sammy bereits solide Kassenhits vorweisen. Mit seinem neuen Film „Das magische Haus“ treibt Sassen die Idee eines europäischen Familienkinos in 3D-Animation effektvoll voran.

Der Held ist ein kleiner, verwaister Kater mit Namen Thunder, der bei einem Gewitter Unterschlupf in einem alten Haus sucht. Maus Maggie und Hase Jack sind davon nicht begeistert, mit allen anderen ist Thunder jedoch schnell gut Freund; besonders mit dem schrulligen Zauberer Lawrence, dem das Haus gehört. Lawrences junger Neffe Daniel möchte das Haus jedoch lieber heute als morgen verkaufen, und als Lawrence nach einem Schwächeanfall ins Krankenhaus muss, sieht er seine Chance gekommen. Aber Thunder und die anderen Bewohner des magischen Hauses stemmen sich einfallsreich Daniels Plänen entgegen.

Ein turbulentes Großstadtmärchen bietet dieser Film auf, und damit auch ordentlich Zunder unter Spaßdach lodert, bedient sich Ben Stassen bei Erfolgsfilmen der Konkurrenz von Disney, DreamWorks und Pixar. Und wenngleich der erzählerische Gesamtbogen nicht immer straff gespannt ist, die hintersinnigen Filmzitate halten die Erwachsenen bei Laune, während die Kinder beim Slapstick mit Tieren und lebendigem Spielzeug viel Anlass zu glucksen finden.

Obwohl Stassens Budget nur den Bruchteil einer US-Produktion erreicht, kann sein Film dank pfiffiger Charakterzeichnung und reicher Ausgestaltung der Szenen (es ist eben nicht nur im Vordergrund, sondern überall im Bild was los) erstaunlich gut mithalten. Das sollte sich herumsprechen, eben weil es so viel Witziges zu schauen gibt. Wertung: Vier von fünf Sternen