Israelischer Protest - Köln sagt umstrittene Ausstellung ab

Die Volkshochschule Köln wollte die Ausstellung eigentlich anlässlich des 50. Jubiläumsjahres der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen zeigen. Daraus wird jetzt nichts.
Die Volkshochschule Köln wollte die Ausstellung eigentlich anlässlich des 50. Jubiläumsjahres der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen zeigen. Daraus wird jetzt nichts.
Foto: imago
Die für Oktober geplante Ausstellung in Köln über den Nahost-Konflikt hat den Zorn Israels erregt. Mit Erfolg. Jetzt hat Kölns OB Roters sie abgesagt.

Köln.. Nach Protesten der israelischen Botschaft hat die Stadt Köln eine Ausstellung der israelischen Organisation "Breaking the Silence" abgesagt. Ein Sprecher der Stadt bestätigte am Freitag israelische Medienberichte. "Breaking the Silence" ist ein Zusammenschluss ehemaliger israelischer Soldaten, die das Vorgehen ihrer eigenen Streitkräfte gegen die Palästinenser kritisieren.

Die Volkshochschule Köln wollte die Ausstellung eigentlich im Rahmen des 50. Jubiläumsjahres der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen zeigen. Dagegen habe die israelische Botschaft in einem Brief an die Stadt Köln protestiert, erläuterte der Sprecher.

Warnung vor antisemitischen Reaktionen

Außerdem hätten mehrere christlich-jüdische Organisationen davor gewarnt, dass die Ausstellung antisemitische Reaktionen hervorrufen könne. Daraufhin habe der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) entschieden, die für Mitte Oktober geplante Ausstellung abzusagen.

"Man kann die Ausstellung nicht zeigen, ohne sie in einen größeren Kontext zu stellen", sagte der Sprecher. Außerdem passe sie nicht zu den Feiern des Jubiläumsjahres, die vor allem das Versöhnliche betonen sollten. Zurzeit ist die Ausstellung in Zürich zu sehen. (dpa)

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