Guter Spürsinn

Hubert Wolf ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Münster. Er hat für seine Forschungstätigkeiten u. a. den renommierten Leibnizpreis erhalten und Besteller wie „Papst und Teufel“ geschrieben. In seinem neuen Buch beschäftigt sich der Historiker mit den Traditionen der Kirche und zwar mit denen, die im Laufe der Jahrhunderte weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Sehr zu Unrecht, wie Prof. Wolf anhand von zehn Beispielen dokumentiert. Es geht um die Bedeutung von Frauen und von Laien in der Kirchen-Hierarchie. Es geht um die Einbettung des Papstamtes in ein breiteres Gremium und um manches andere mehr. Kirchenregeln waren also längst nicht immer derart „gottgewollt“, wie es heute bisweilen gern behauptet wird. Man muss sich eben nur die Mühe machen, einmal in die Krypta hinunter zu steigen und das Wissen neuerlich bergen.

Hubert Wolf:

Krypta.

Unterdrückte Traditionen der Kirchengeschichte.

C. H. Beck Verlag

231 S., 19,95 Euro

Erhellendes aus der Geschichte

 
 

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