Gerburg Jahnkes "Pommes" mit Musik und Liebe im Ebertbad Oberhausen

„Pommes“ im Ebertbad mit: Heinz Peter Lengkeit, Kai Magnus Sting und Nito Torres (v.l.).
„Pommes“ im Ebertbad mit: Heinz Peter Lengkeit, Kai Magnus Sting und Nito Torres (v.l.).
Foto: Foto: Ulrich von Born
Gerburg Jahnke und Co. haben es wieder getan: Am Freitag hat in Oberhausen die neue Ebertbad-Hausproduktion Premiere. Sie trägt den schlichten Titel „Pommes“ und vereint die Spitzen des Hausensembles mit dem Kabarettisten Kai Magnus Sting und dem großen Heinz-Peter Lengkeit.

Oberhausen.. Es wird nach „Ganz oder gar nicht“, „Heiße Colts...“ und „Sehnsucht“ die vierte Eigenproduktion des Ebertbads sein, und es gehören keine prophetischen Gaben dazu, vorherzusagen, dass auch „Pommes“ ein Renner werden wird. Das Erfolgsrezept: Die Regisseurin ist mit Gerburg Jahnke dieselbe, die Musikregie liegt abermals bei Dr. Many Miketta. Mit Nito Torres, Heinz-Peter Lengkeit und Hajo Sommers ist das Ebertbad-Kernensemble wieder am Start, dazu kommen die Stimmkanone und „Sehnsucht“-erfahrene Constanze Jung und mit Kai Magnus Sting ein feiner Kabarettist, der das Ebertbad auch gerne mal solo füllt.

Gut gepflegte Vorurteile

Worum geht es diesmal in dem Stück aus der Feder von Markus Beutner-Schirp? Um gut gepflegte Vorurteile, um eine abgewrackte Pommesbude im Pott, um die Resozialisierung eines nach Düsseldorf verirrten Oberhauseners und um „das fünfte Element“, das dem lustigen Abend Herz und auch seinen Untertitel gibt: die Liebe nämlich. Frau Jahnke sieht in dem Stück, das diesmal „mehr echte Komödie als Revue“ sein will, auch einen „Epilog zur Kulturhauptstadt“.

Was sie nicht sagt: Die Hausproduktion ist auch so etwas wie eine kleine und auch ein bisschen gemeine Retourkutsche auf den aufwändigen Düsseldorfer Musical-Hit „Kein Pardon“, der ja dem begeisterten Publikum am Rhein – unter anderem – eine ruhrtümliche Bottroper Familie vorführt. „Das können wir besser“, meint Frau Jahnke, die eigens den Kölner Immobilienmakler (Nito Torres) zum Düsseldorfer umgeschrieben hat, damit die Hassliebe blüht, das komische „Feindbild“ stimmt und der Spaß funktioniert. Und damit man über die Stadt, auf die sich außer „Rüsselschorf“ praktisch nichts reimt, singen kann, was man im Revier gar zu gern hört: „Zu blöd für Köln / zu arm für Berlin / zu ängstlich für New York / - Wo gehsse da hin?“

Eben.

Zu „Pommes“. Oder, wie man hier sagt: nach. Die gute Nachricht: Obwohl schon der Vorverkauf für die Dezemberstaffel startet, gibt es für viele der 20 Vorstellungen bis zum 20. Mai noch Karten unter 0208-2054024. Gleiches gilt auch für die Wiedersehen mit den „Kalten Colts“ im Juni, der „Sehnsucht“ im August sowie „Ganz oder gar nicht“ im Oktober.

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