WDR zeigt das Revier der Rivalen

Annika Fischer
Auch auf den Zechen herrschte Konkurrenz: der heutige Nordsternpark in Gelsenkirchen. Foto: Thomas Schmidtke/WAZ-Fotopool
Auch auf den Zechen herrschte Konkurrenz: der heutige Nordsternpark in Gelsenkirchen. Foto: Thomas Schmidtke/WAZ-Fotopool
Foto: WAZ

Ruhrgebiet. Heute Abend sind wir mal wieder im Fernsehen. Natürlich mit den üblichen Bildern: Kohle, Stahl, Bier, Fußball. Der WDR zeigt „Rivalen im Revier“ (20.15 Uhr).

Heute Abend sind wir mal wieder im Fernsehen. Natürlich mit den üblichen Bildern: Kohle, Stahl, Bier, Fußball. Und, aus Gründen der Aktualität, etwas Kultur. Was etwas neuer ist an diesem Blick auf das Ruhrgebiet: Der WDR spielt nicht mit beim Wir-ham-uns-alle-lieb der Metropole. Er zeigt „Rivalen im Revier“ (20.15 Uhr).

Man wird in dieser dreiteiligen Reihe noch anderswo Rivalen treffen, am Rhein und Richtung Weser, immer freitags im Oktober. Warum indes an der Ruhr gestritten wird, erklärt der Film so: „Die Rivalität ist uns angeboren.” Das aber muss lange her sein, zumindest sind die Beweisbilder auffallend alt. „Hass- und Neidgefühle“ decken sie auf, Leute, die es „aufeinander abgesehen“ haben, und Konflikte, die „mit dem Presslufthammer ausgetragen werden“.

Jeder gegen jeden

Da geht es jeder gegen jeden: Krupp gegen Hoesch, BVB gegen Schalke, Wattenscheid gegen Bochum, Dortmunder Konzerthaus gegen Essener Philharmonie (die sich in Gestalt eines seit Jahren entlassenen Intendanten wehrt), Essener Einwohnerzahlen gegen Dortmunder, Uni gegen Uni, Schlegel- gegen Union Bier, Einzelhandel gegen Centro. Selbst im Bergbau messen sich die Kumpels, dabei hatte man gerade wieder an ihre Kameradschaft geglaubt.

Eine Hauptrolle hat in diesem „Kriegsfilm“ übrigens Bochum. Meist als der lachende Dritte. Oder der weinende.