Warum Schauspielerin Anja Knauer ein eigenes Hotel hat

Jürgen Overkott
Foto: Katrin Knoke

Essen. Die Schauspielerin Anja Knauer war zuletzt in vielen Filmen zu sehen und spielt am 2. Januar in "Ein starkes Team" (ZDF, 20.15 Uhr) die Tätowiererin Sarah. Die Wahl-Berlinerin hat aber noch ein zweites Standbein, wie sie im Gespräch mit Jürgen Overkott verriet.

Sie waren 2009 in vielen Filmen zu sehen. Freuen Sie sich darauf, dass es im Winter etwas ruhiger zugeht?

Anja Knauer: Sie haben schon Recht: Im Winter wird nicht so viel gedreht wie in anderen Jahreszeiten, außer man filmt in fernen Ländern…

Sie sind aber im Moment jenseits von Afrika…

Anja Knauer: Aber ich habe überhaupt keine Langeweile.

Was machen Sie gerade?

Anja Knauer: Ich habe mit Freunden zusammen, ein Hotel in Berlin aufgebaut.

Haben Sie sich von „Hotel, Hotel“ inspirieren lassen?

Anja Knauer: Nö, überhaupt nicht. Das hat sich so ergeben.

Was machen Sie dabei?

Anja Knauer: Ich bin so eine Art Mädchen für alles.

So wie Marie Zielcke in der Telenovela „Eine wie keine“?

Anja Knauer: Schon ein bisschen anders. Ich habe vor allen Dingen das Design und die Einrichtung übernommen und organisiere jetzt verschiedene kreative Projekte in dem Hotel.

Wann haben Sie Ihr Talent als Innenarchitektin entdeckt?

Anja Knauer: Mit dieser Aufgabe. Als nächstes ist meine Wohnung dran.

Demnächst sind Sie in einer Episode von „Ein starkes Team“ zu sehen. Der Krimi spielt auf der Platte im Osten Berlins. Könnten Sie sich vorstellen, mal als Obdachlose zu leben – so wie Günter Wallraff das in seiner Doku „Unter null“ gemacht hat?

Anja Knauer: Warum nicht? Das müsste natürlich gut vorbereitet sein. Aber ich weiß, dass solche Ausflüge bei der Rollenvorbereitung sehr sinnvoll sein können. Naja, für ‚Ein starkes Team’ war es nun nicht nötig unter der Brücke zu schlafen. Der Dreh in der Platte war zwar ziemlich grau, aber eben auch einfach Berlin. Ich mag auch besonders diese raue Seite der Stadt. Und wissen Sie, was mir am meisten Spaß gemacht hat? Dass mich auch Freunde erst auf den zweiten Blick erkannten.

Warum?

Anja Knauer: Ich durfte mit Perücke spielen und sehr verrückte Sachen tragen. Es war wie Verkleiden.

Verkleiden Sie sich gern?

Anja Knauer: Ja! Verrückterweise hat es in der letzten Zeit bei meinen Freunden unheimlich viele Motto-Partys gegeben, bei denen ich mich verkleiden musste.

Improvisieren Sie gern?

Anja Knauer: Oh ja. Bei den Castings ist das oft so, dass Improvisieren dazu gehört, nicht nur ernste Themen, sondern oft auch komische Sachen.

Was würden Sie tun, wenn Sie das Angebot erhielten, bei der Impro-Show „Schillerstraße“ mitzumachen?

Anja Knauer: Ich wäre dabei.