TV-Doku über Amazon ist laut Sender wasserdicht

In der Dokumentation "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" berichtete die ARD über schlechte Arbeitsbedingungen beim Online-Versandthändler Amazon.
In der Dokumentation "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" berichtete die ARD über schlechte Arbeitsbedingungen beim Online-Versandthändler Amazon.
Foto: dpa
Auch Wochen nachdem die ARD-Dokumentation "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" ausgestahlt wurde, ist die Diskussion über die Sendung nicht beendet. Zuletzt machte die Behauptung die Runde, die ARD habe bei der Berichterstattung manipuliert. Der Hessische Rundfunk (hr) dementierte dies.

Frankfurt/Main/Bad Hersfeld. Die ARD-Dokumentation über die Arbeitsbedingungen beim Internet-Versandhändler Amazon ist nach Angaben des Hessischen Rundfunks völlig wasserdicht. In dem Bericht sei nichts manipuliert und fingiert worden, teilte der Sender am Dienstag als Reaktion auf entsprechende Medienberichte mit.

"Alle in der Dokumentation aufgeführten Zeugen und schriftliche Belege existieren nachweislich." In dem ARD-Beitrag über Amazon waren schlechte Bedingungen für Leiharbeiter gezeigt worden.

Sender prüft rechtliche Schritte

In der Dokumentation wurde nach Angaben des Senders lediglich die wahre Identität einer Zeugin bewusst unkenntlich gemacht, um sie vor beruflichen Nachteilen zu schützen. "Der Informant ist bereit, seine Aussagen in einer eidesstattlichen Versicherung zu bekräftigen", betonte der hr. Die Vorwürfe der Manipulation stützen sich nach Einschätzung des Senders auf Behauptungen einer Anwaltskanzlei. Der Sender prüft nun, ob er mit rechtlichen Schritten gegen die Darstellung vorgeht.

Die ARD-Doku "Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon" war Mitte Februar ausgestrahlt worden und hatte heftige Debatten ausgelöst. (dpa)

 
 

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