"The Voice of Germany" - Andreas Bourani legt freches Debüt hin

Andreas Bourani ist neu in der Jury von "The Voice of Germany".
Andreas Bourani ist neu in der Jury von "The Voice of Germany".
Foto: SAT.1/ProSieben/Claudius Pflug
Bei "The Voice of Germany" haben die Blind Auditions nichts von ihrem Charme verloren. Neuling Andreas Bourani fügte sich frech in der prominenten Jury-Riege ein.

Essen. Michi Beck und Smudo sollten als Sieger-Coaches von „The Voice of Germany“ aus dem vergangenen Jahr eigentlich den Dreh raus haben. „Doch die Blind Auditons bleiben für uns ein Mysterium“, gab Michi Beck im Interview mit der Redaktion zu. Es ist mittlerweile die fünfte Staffel der Musikshow, die am Donnerstag bei ProSieben startete, und die Blind Auditions haben nichts von ihrem Zauber verloren.

Wenn die Coaches auf ihren Stühlen mit dem Rücken zur Bühne sitzen und nur die Stimme der Kandidaten hören, baut sich die Spannung beim Fernsehzuschauer auf. Wird einer der Coaches auf den Buzzer drücken, um den Sänger oder die Sängerin ins Team zu holen?

"The Voice of Germany" bietet Dramatik und Emotionen

Direkt zum Auftakt zeigte „The Voice of Germany“ wie moderne TV-Unterhaltung funktioniert. Waren früher die Liveshows das NonpulusUltra ziehen heute viele Fernsehzuschauer der Realität die perfekte Dramaturgie aus dem Schneideraum vor.

Wenn die ersten Töne eines Kandidaten erklingen, wechselt die Kamera auf die Gesichter von Rea Garvey, Stefanie Kloß, Michi Beck, Smudo und Andreas Bourani samt ihren Emotionen. Da fliegt die Hand eines Coaches dem Buzzer entgegen, um kurz zu vor wieder abzustoppen. Dramatik pur auf der heimischen Couch.

Weil bereits alle Blind Auditions abgedreht sind, kann die Regie die ersten Shows bis ins kleinste Detail durchkomponieren und zusammenschneiden. Das funktioniert allerdings nur so lange, wie das Musik-Format eine hohe Glaubwürdigkeit besitzt.

Andreas Bourani fügt sich mit frechen Sprüchen ein

Die steht und fällt mit der Jury bei „The Voice of Germany“. So wurde zum Auftakt mit Spannung erwartet, wie sich Neuling Andreas Bourani einfügt, der den finnischen Frauenversteher Samu Haber ersetzt. Bourani zeigte keine Scheu und bot den arrivierten Coaches direkt mit Charme und Sprüchen Paroli: „Wenn Du Weltmeister werden willst...“, warb der Sänger des Fußball-WM-Hits „Auf uns“ um die Gunst des glühenden HSV-Fans Linus Bruhn.

Der 16-jähriger Hamburger hatte neben Bourani auch Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß mit seiner jungen frischen Stimme überzeugt. Durch sein smartes Aussehen hat Linus Bruhn durchaus das Potenzial zum Teenie-Schwarm. Bis zu den Live-Shows, in denen die Zuschauer per Telefon-Voting eine Stimme erhalten, ist es allerdings noch ein weiter Weg. Den will er nun mit Stefanie Kloß gehen. Dabei war eigentlich Andreas Bourani sein Favorit. „Doch ich hab gesehen, wie Stefanie einfach abgegangen ist auf ihrem Sessel“, freute sich Linus Bruhn und wählte die einzige Frau in der Coach-Riege.

Smudo landet mit Pantomime-Einlage einen Treffer

Dafür hatte Bourani direkt beim ersten Kandidaten in der neuen Staffel von "The Voice of Germany" zugeschlagen. Alle Coaches waren von Ayke Witt aus Klein Twülpstedt begeistert und versuchten mit zahllosen Komplimenten den 23-Jährigen in ihr Team zu locken. Doch das Bauchgefühl von Ayke Witt gab den Ausschlag für Bourani. „Andreas, das war der Welpenschutz. Das ist okay. Den ersten kriegste“, kommentierte Stefanie Kloß noch gönnerhaft.

The Voice of Germany Die erste Blind Audition legte sehr stark den Fokus auf den Konkurrenzkampf der Coaches. „Die Freundschaft ist vorbei – ich will das Ding gewinnen“, hatte Rea Garvey vorab im Interview mit der Redakion angekündigt. Und Michi Beck gab als Titelverteidiger gleich das Ziel „Hattrick“ aus. So zogen die Promis beim Werben um die Talente für ihre Teams sämtliche Register: Smudo und Michi Beck waren mit einer Pantomime-Einlage bei Japan-Fan Jamie-Lee Kriewitz (17) aus Hannover erfolgreich. Und Andreas Bourani versprach dem Trio SameDayRecords gleich, dass er die Jungs als Vorband mit auf seine nächste Tour nehmen würde.

"The Voice of Germany"-Kandidaten zu Statisten degradiert

Teilweise wurden die Kandidaten allerdings durch den Schlagabtausch zwischen den Coaches zu sehr zu Statisten degradiert. Dabei hatte die erste Blind Audition von "The Voice of Germany" noch einige spannende Persönlichkeiten auf der Bühne, die es im Laufe der Show noch weit bringen können.

Etwa Natascha „The Rock“ Herrmann (47) aus Dreieich in der Nähe von Frankfurt, die den Rock zu ihrem Leben gemacht und mit der „Led-Zeppelin“-Nummer „Whole Lotta Love“ das Studio förmlich zerlegt hat. Oder Denise Biller (27) aus Tirol, die Rea Garvey mit den Worten „Du bist sexy, begabt und emotional“ in sein Team lockte.

Bereits am Freitag, 16. Oktober, geht es mit der zweiten Blind Audition von „The Voice of Germany“ weiter – diesmal ab 20.15 Uhr auf Sat.1.

 
 

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