Tatort huldigt dem Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt

Foto: WDR/Frank W. Hempel wdr

Essen. Ein Paukenschlag gleich zu Beginn: Der "Tatort" huldigt dem Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt. Ein Bauunternehmer wird gemeuchlt, und der Chef der "Stiftung Ruhr2010" stirbt eines unnatürlichen Todes. Die Blutspur führt ins Milieu der Schwarzarbeit. So scheint es zumindest.

Das Tatort-Ermittler-Duo vom Rhein ermittelt an der Ruhr, und wie es der Anlass gebietet, wird ein Bauunternehmer gemeuchelt. Er hatte beim Museumsbau gemauschelt. Obendrein stirbt ausgerechnet sein Auftraggeber eines unnatürlichen Todes, der Chef der Stiftung "Ruhr2010".

Die Blutspur, so scheint es, führt ins Milieu der Schwarzarbeit. Doch bald stellt sich heraus, Stefan Dorn als Herr der Ruhr-Kultur (Oliver Striezel) war ein Widerling in Reinkultur. Er nahm verbotenes Geld, und Frauen nahm er auch, nur jung mussten sie sein und willig.

Kein Wunder, dass sich die verhärmte Gattin Katja (Karoline Eichhorn) an ihm rächt. Unfreiwillig hilft ihr Schulfreund Ballauf dabei, den sie bei einem "Klassentreffen" (Episodentitel) wiedersieht. Klaus J. Behrendt gibt den Frauenflüsterer lustvoll. Allerdings bringt Ballauf sein Einsatz als Tröster einer frustrierten Frau in Schwierigkeiten: Das Klassentreffen endet für Herrn Dorn tödlich, und Ermittler Ballauf, ausgerechnet, findet sich plötzlich auf der anderen Seite des Schreibtisches wieder - als Mordverdächtiger.

Wie gut, dass Ballaufs Kollegenkumpel Schenk (Dietmar Bär) in der Nähe ist. Der sonst eher schnaubende Bulle lässt seinen Charme spielen, von dem sich selbst die betont coole Essener Kommissarin Vossbeck (Angelika Bartsch) erweichen lässt.

 
 

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