So entlarvt „Dance Dance Dance“ hüftsteife Promis

Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis sind seit kurzem verheiratet - und wollen im Team um den Titel "Dance Dance Dance"-Star 2016 kämpfen.
Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis sind seit kurzem verheiratet - und wollen im Team um den Titel "Dance Dance Dance"-Star 2016 kämpfen.
Foto: Foto: RTL / Stefan Gregorowius
Menderes rührt zu Tränen und Daniela Katzenberger hat Angst um ihren Kopf. Zum Start von „Dance Dance Dance“ war vieles wie immer.

Berlin..  Falls Sie geglaubt haben, dank ihrer 137 Reality-TV-Formate bereits alles über Daniela Katzenberger zu wissen, haben Sie am Samstagabend hoffentlich die neue RTL-Show „Dance Dance Dance“ gesehen. In dieser nämlich hat die 29 Jahre alte „Katze“ das letzte existente Geheimnis ihres Lebens öffentlich gemacht: Sie war als Kind im Karnevalsverein. Seit dem Austritt aus eben diesem im stolzen Alter von acht Jahren hat sie leider kein Bein mehr hochbekommen. Keine gute Voraussetzung für eine Teilnahme an „Dance Dance Dance“.

Denn in der neuen RTL-Show, die am Samstagabend zur Primetime Premiere feierte, ist die Konkurrenz groß – und gar nicht zu verachten. Zwölf Prominente wollen in Tanzdarbietungen aus Musikvideos und Filmen beweisen, dass sie es können. Es geht also nicht um klassischen Paartanz wie bei der erfolgreichen Show „Let’s Dance“. Die Frage ist: Wer kann es mit Ausnahmekünstlern wie Michael Jackson oder Justin Timberlake, Christina Aguilera und John Travolta aufnehmen?

Die üblichen Verdächtigen und zwei Köche

RTL hat bei der Auswahl der Kandidaten schon mal Taktgefühl beweisen: Zur Abwechslung stehen neben den üblichen Verdächtigen auch erfrischend neue Gesichter zur Verfügung. Und so tanzen nicht nur „Dschungelkönig“ Menderes Bagci, „Bachelor“ Leonard Freier samt Liebschaften-Promi Sabia Boulahrouz und „DSDS“-Siegerin Aneta Sablik. Ihr Können beweisen wollen auch Unternehmerin und Model Dana Schweiger und Tochter Luna, Olympiaturner Philipp Boy, Freestyle-Skier Bene Mayr und die Sterneköche Alexander Kumptner und Mario Kotaska. Die beiden Letztgenannten brutzeln normalerweise für das ZDF.

Die Leistung der Kandidaten auf der spektakulären Bühne beurteilen DJ Bobo (48, berechtigt), Profi-Choreograph Cale Kalay (30, ebenfalls angemessen) und Sophia Thomalla. Die 26-Jährige weiß zwar, wie schwer es ist, sich aufwendige Tanzschritte zu merken, schließlich hat sie mal bei „Let’s Dance“ gewonnen. Aber das ist auch schon wieder sechs Jahre her.

Menderes rührt Coach zu Tränen

Doch zum Glück stand nicht Sophia Thomalla im Mittelpunkt (Mehr als die Bewertungen „Hammer“ und „Geil“ waren ohnehin nicht drin). Vielmehr zeigten die sechs Teams, was sie in zwölf Wochen schweißtreibendem Training auf dem Parkett vollbringen können – und wo es noch hakt.

Mit Wohlwollen von der Konkurrenz hinter der Bühne beobachtet, zeigten Aneta (27) und Menderes (32), wie viel „Grease“ in ihnen steckt. Das Talent, das dem wohl hartnäckigsten „DSDS“-Kandidaten aller Zeiten beim Singen fehlt, zeigte er bei den Schritten von John Travolta. Wenn auch noch zu schüchtern – „Ich habe erst ein Mal mit einem Mädchen getanzt“ (ach je) –, rührt der Auftritt des Duos Coach Cale zu Tränen. „Wir sind eben alle ein bisschen Menderes“, sagt DJ Bobo. Sind wir. 22 von möglichen 30 Punkten.

Sabia Boulahrouz mit Solo zu „Umbrella“

Die Köche Alexander Kumptner (33) und Mario Kotaska (42) kamen nicht zuletzt wegen eines „Bein-Patzers“ von Mario nicht an die Performance von Michael Jacksons „Beat it“ ran. Gar kein Wunder, gar kein Problem. 19,5 Punkte, die Mario in seinem Solo zu Will Smiths „Gettin’ Jiggy wit it“ mit sechs Zählern mehr sogar noch toppen konnte. Er ist laut Cale eben der beste Beweis, dass „harte Arbeit mehr gilt als Talent“.

Sabia Boulahrouz (38), als Ex-Freundin von Rafael van der Vaart und Ex-Busenfreundin von wiederum dessen Ex-Frau Sylvie Meis bekannt, und ihr angedichteter Neu-Freund Leonard Freier (31) hatten da ganz andere Probleme. Der Ex-„Bachelor“ war schlicht zu steif. Vielleicht hat wenigstens sein XXS-T-Shirt die Leidenschaft des Publikums geweckt. Das gelang Sabia mit ihrem Solo zu Rihannas „Umbrella“ nämlich nicht. Cale Kalay gibt der „Maus“ trotzdem 19 Punkte.

Dana und Luna Schweiger als Spice Girls

Dana (48) und Luna (19) Schweiger sollten mit „Wannabe“ der Spice Girls ebenfalls einen Klassiker auf das Parkett bringen. Blöd nur, dass sich Dana kurz vorher eine Zerrung zuzog. 13,5 Punkte. Wenigstens sind sie ein „gutes Team“. Das macht allerdings den Einzelauftritt von Dana zu Madonnas „Vogue“ auch nicht besser (Mimik leider versteinert, Gelenke samt Muskeln anscheinend auch).

Die Besten aber waren Olympiaturner Philipp Boy (29) und Freestyle-Skier Bene Mayr (27). „Bye Bye Bye“ von NSYNC im Marionetten-Style und mit Schauspiel-Eilage war so nah dran am Original wie keine zweite Performance am ersten „Dance Dance Dance“-Abend. Selbst der Salto klappte. 24 Punkte. Und mit Justin Timberlakes „Rock your body“ sorgte Boy, Europameister in Mehrkampf, bei DJ Bobo für „den Moment des Abends“. Sophia fand es „oberhammer“. Hui, Superlativen kann sie auch.

Der „Katze“ wäre fast „die Birne explodiert“

„Oberhammer“ war „Dance Dance Dance“ zwar nicht, war die Show bekannten RTL-Formaten wie „Let’s Dance“ und „Got to dance“ dafür doch zu ähnlich. Einen Unterhaltungswert hatte der Abend bei RTL aber in jedem Fall, nicht zulegt wegen des offensichtlich ehrlichen Engagements der Promi-Paare.

Für die Sensation des Abends sorgte neben der sehr hübschen Erscheinung Nazan Eckes übrigens „die Katze“. Fand zumindest DJ Bobo. Nebst Neu-Gatte Lucas Cordalis zeigte sie, dass der „Uptown Funk“ von Bruno Mars auch auf Mallorca herrscht. In ihrer spanischen Wahlheimat hatte das Paar „vor, während und nach der Hochzeit“ trainiert, dass Daniela fast „die Birne explodierte“. Konnte sie wohl gerade noch abwenden – ebenso wie Lucas den Kniefall in seiner John-Travolta-Einzelnummer.

Warum er den schwierigsten Move des Abends nicht gezeigt hätte, wollte DJ Bobo wissen. Konnte der 49-Jährige aber auch nicht sagen. Wenigstens das eine Geheimnis soll den Katzenbergers bleiben.

 
 

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