Rückschlag für Essener „eBall“-Erfinder nach „Höhle der Löwen“-Deal – Investoren steigen nach Problemen aus

Uli Sambeth stellte bei „Die Höhle der Löwen“ 2016 einen Prototypen seines „eBalls“ vor.
Uli Sambeth stellte bei „Die Höhle der Löwen“ 2016 einen Prototypen seines „eBalls“ vor.
Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer
  • Mit dem „eBall“ wollte Uli Sambeth durchstarten
  • Die Investoren aus „Die Höhle der Löwen“ waren begeistert und wollten investieren
  • Doch am Ende gab es extreme Probleme

Berlin.  In der vergangenen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ stellte Uli Sambeth aus Essen seine Erfindung, den „eBall“, vor: eine Art fahrende Kugel, die allein mittels Gewichtsverlagerung gesteuert werden kann. Der Tüftler hatte es nicht leicht mit den Löwen. Erst nach einigem Hin und Her fand er Zuspruch – und holte sich letztendlich für 500.000 Euro alle fünf Investoren ins Boot. Doch wie jetzt bekannt wurde, ist eine „eBall“-Erfolgsgeschichte noch in weiter Ferne.

Bereits kurz nach der Ausstrahlung zogen sich Frank Thelen und Judith Williams aus dem Deal zurück, wie gruenderszene.de schon im Mai dieses Jahres berichtet. Doch auch mit den verbliebenen Löwen kam das Projekt nicht voran.

Das Problem sind die Patente

In der aktuellen Folge der Vox-Show berichtet Uli Sambeth, wie es ihm seit Ende der Dreharbeiten ergangen ist. Zunächst ging alles recht vielversprechend los. Zusammen mit Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer reiste der Erfinder sogar nach Asien, um Produktionsstätten anzusehen und einen Produzenten zu finden.

Doch nachdem das bereits in trockenen Tüchern schien, kam der Rückschlag: Bei intensiver Patentrecherche stellte sich heraus, dass der „eBall“ nicht nur kein eigenes Patent bekommen, sondern auch gegen andere Patente verstoßen würde.

"Die Höhle der Löwen": Das sind die Juroren

Investoren stiegen aus

Für die Investoren Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer ein Grund, die Reißleine zu ziehen und sich aus dem Start-up zurückzuziehen. Wie Uli Sambeth in der Sendung angab, habe er allerdings von den beiden Löwen gesagt bekommen, dass er wieder auf sie zukommen kann, wenn er entscheidend weitergekommen sei.

Die Markteinführung, die eigentlich für Sommer 2017 geplant war, rückt damit in weite Ferne. Nicht jeder Deal führt eben zwangsläufig zum Erfolg. (jei)

 
 

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