Mehrheit der Deutschen sieht lieber TV als Netflix und Co.

Ein Hit im Fernsehen wie beim Streaming: „The Big Bang Theory“, hier mit Johnny Galecki (l.) und Jim Parsons.
Ein Hit im Fernsehen wie beim Streaming: „The Big Bang Theory“, hier mit Johnny Galecki (l.) und Jim Parsons.
Foto: ABleyl@wmg.loc / Warner Bros. Television
Bei Serien und Filmen machen Streamingdienste dem Fernsehen immer mehr Konkurrenz. Eine Mehrheit guckt aber lieber TV – noch.

Berlin.  Eine Mehrheit der Deutschen genießt Filme und Serien lieber im Fernsehen als via Internet bei Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime. Doch zwischen Alt und Jung gibt es enorme Unterschiede.

Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag unserer Redaktion. Dabei gaben 51 Prozent der Befragten an, sie würden Filme und Serie „eindeutig“ (41 Prozent) oder „eher“ (10,2 Prozent) bei einem TV-Sender sehen.

Dagegen sagten insgesamt knapp 29 Prozent, sie würden „eindeutig (17,5 Prozent) oder „eher“ (11,3 Prozent) den Streamingdienst bevorzugen. 8,5 Prozent gaben an, sie machten keinen Unterschied zwischen den beiden Angeboten. Gut 9 Prozent sagten, sie sähen überhaupt keine Filme und Serien.

Die Jungen streamen, die Älteren sehen fern

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Frage „TV oder Streaming?“ ganz klar eine Generationenfrage ist. Demnach könnten sich die Mehrheitsverhältnisse in diesem Punkt bald ändern. Denn: Während bei den 18- bis 29-Jährigen satte 59 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen knapp 38 Prozent Netflix und Co. bevorzugen, sinkt ab 40 Jahre diese Quote rapide.

Dagegen gab jeder Zweite der 50- bis 64-Jährigen an, lieber Fernsehen zu gucken. Bei den Zuschauern über 65 Jahren sind es sogar fast 62 Prozent.

Und auch das zeigt die Umfrage: Frauen sehen ihre Lieblingsfilme und -serien lieber im TV, Männer dagegen streamen lieber. 56 Prozent der weiblichen Befragten bevorzugen TV, bei den männlichen sind es 45 Prozent. Beim Streamen liegen die Männer mit knapp 35 Prozent klar vor den Frauen mit rund 23 Prozent. Jeweils rund acht Prozent machen keinen Unterschied. (W.B.)

 
 

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