Matthias Brandt für Deutschen Fernsehpreis nominiert

Matthias Brandt ist für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.
Matthias Brandt ist für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.
Foto: dapd
Matthias Brandt hat als Kommissar im „Polizeiruf 110“ nicht nur den Nerv des Publikums, sondern auch der Kritik getroffen. Er wurde für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Der Preis wird am 2. Oktober verliehen. Joko & Klaas konkurrieren mit Pilawa und „The Voice“.

Köln/Berlin.. Die Nominierungen waren am Dienstag Mittag in Berlin kaum bekannt gegeben, da jubilierte die ARD. Der öffentlich-rechtliche Senderverbund kann sich beim Deutschen Fernsehpreis Hoffnungen auf nicht weniger als 18 Auszeichnungen machen. Insgesamt gab es mehr als 40 Nominierungen.

Bester Schauspieler/beste Schauspielerin: Jeweils fünf Schauspieler und Schauspielerinnen sind nominiert – Barbara Auer und Ina Weisse für „Das Ende einer Nacht“ (ZDF), Silke Bodenbender für „Das unsichtbare Mädchen“, (ZDF/Arte), Sibylle Canonica für „Tatort: Borowski und die Frau am Fenster“ (ARD), Anja Kling für „Hannah Mangold & Lucy Palm“ (Sat.1) und Ulrike C. Tscharre für „Lösegeld“ (ARD).

Chancen auf eine Trophäe haben Matthias Brandt in „Polizeiruf 110: Denn sie wissen nicht, was sie tun“ (ARD), Bjarne Mädel als „Der Tatortreiniger“ (NDR/ARD), Misel Maticevic für „Lösegeld“ (ARD), Wotan Wilke Möhring in „Der letzte schöne Tag“ (ARD) und Ulrich Noethen in „Das unsichtbare Mädchen“ (ZDF/Arte).

Joko & Klaas konkurrieren mit Pilawa und „The Voice“

Beste Show: Hoffnungen dürfen sich machen „Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt“ (ProSieben), „Rette die Million! – das Quiz mit Jörg Pilawa“ (ZDF) und „The Voice of Germany“ (ProSieben/Sat.1).

Beste Comedy: Martina Hill („Knallerfrauen“, Sat.1) tritt gegen Monika Gruber („Leute, Leute!“, ZDF) und die „Die Bülent Ceylan Show“ (RTL) an.

Beste Serie: Überzeugt haben die opulent inszenierte internationale Koproduktion „Borgia“ (ZDF/ORF/Canal+), der in der dritten Staffel noch bessere „Der letzte Bulle“ (Sat.1) sowie das NDR-Serienexperiment „Der Tatortreiniger“ (NDR/ARD).

Sat.1-Film „Hannah Mangold & Lucy Palm“ hat Chancen

Bester Fernsehfilm: Hervorragende Ensembles und psychologisch entwickelte Plots kennzeichnen die drei nominierten Stücke „Das Ende einer Nacht“ (ZDF), „Hannah Mangold & Lucy Palm“ (Sat.1) und „Der letzte schöne Tag“ (ARD).

Bester Mehrteiler: In der Jury-Gunst vorn lagen „Laconia“ (ARD/BBC), „Der Mann mit dem Fagott“ (ARD/ORF) und „Verschollen am Kap“ (ZDF).

Beste Dokumentation: Bei der Dokumentation ist mit „Nine Eleven“ (ZDF/3sat/Arte), die gründliche Aufarbeitung des 11. September, gegen zwei eindrucksvolle Porträts außergewöhnlicher Männer – „Ein deutscher Boxer“ (ARD), „Versicherungsvertreter“ (ARD) – aufgestellt.

Günter Wallraff könnte RTL einen Preis holen

Beste Reportage: Für besonders gut befunden wurden „Günter Wallraff deckt auf. Der neueste Fall des Undercover-Spezialisten“ (RTL), „Ich, Putin – Ein Portrait“ (ARD) und „ZDFzoom: Mr. Karstadt“.

Beste Information: Die Jury hat drei unterschiedliche Herangehensweisen bei der Aufbereitung tages- und wochenaktueller Ereignisse nebeneinander gestellt, „Maybrit Illner“ (ZDF), „stern TV“ (RTL) und „Der Tag “ (Phoenix).

Beste Sportsendung: Im Mittelpunkt der Nominierungen stehen die Sportjournalisten, die Vermittler, die mit Hintergrundwissen und Analysen für umfassende Information sorgten. Nominiert sind Florian König (Moderator), Christian Danner (Kommentator), Heiko Waßer (Kommentator), Kai Ebel (Reporter) für ihre Berichterstattung zur „Formel 1: Großer Preis von Indien“ (RTL), die Live-Reporter bei den Olympischen Sommerspielen 2012 von ARD und ZDF, Ralf Scholt, Wilfried Hark, Philipp Sohmer, Peter Grube (alle ARD) und Wolf-Dieter Poschmann, Norbert Galeske und Norbert König für das ZDF, sowie Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl für ihre Spielanalysen zur UEFA-Fußball-Europameisterschaft (ARD).

Bestes Dokutainment: Der Dokutainment-Boom bringt Produktionen unterschiedlichster couleur hervor, die sich auch in der Nominierung wiederfinden, die musikalische Generationenzusammenführung von „Cover my Song“ (Vox), der ganz eigene Blick auf unser Land bei „Entweder Broder – Die Deutschland-Safari“ (ARD) und die psychologisch überzeugenden Erziehungstipps bei „Der V.I.P. Hundeprofi“ (Vox).

Der Publikumspreis geht so oder so ans Frühstücksfernsehen

Der Publikumspreis geht ans Frühstücksfernsehen.Zum dritten Mal bestimmen beim Publikumspreis die Zuschauer die Preisträger. In diesem Jahr stehen die vier Morgenmagazine „moma - Das Erste am Morgen“ (ARD), „Punkt 6/Punkt9“ (RTL), „Sat.1 Frühstücksfernsehen“ und „mo:ma“ (ZDF). Seit dem 10. September kann telefonisch und online unter www.deutscherfernsehpreis.de abgestimmt werden. Das Voting endet am Tag der Verleihung um 14 Uhr.

Die 14. Preisverleihung findet am Dienstag, 2. Oktober, im Kölner Coloneum statt. Leider wird die Gala vom ZDF nicht live ausgestrahlt. Stattdessen zeigen die Mainzelmänner die Veranstaltung erst mit zweitätiger Verspätung am 4. Oktober, 20.15 Uhr. Live mögen sie die Preisverleihung nicht zeigen, mancher Zeitgenosse erinnert sich noch an Eklat mit Marcel Reich-Ranicki („Ich nehme diesen Preis nicht an.“). Am 3. Oktober will das ZDF auch nicht auf Sendung. Stattdessen überträgt das ZDF ein Spiel der Champions League - live.

 
 

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