Manuel Möglich entlockt BAP-Chef Niedecken Persönliches

Franziska Bombach
Wolfgang Niedecken öffnet sich im Gespräch mit ZDFneo-Reporter Manuel Möglich auf sehr persönliche Weise.
Wolfgang Niedecken öffnet sich im Gespräch mit ZDFneo-Reporter Manuel Möglich auf sehr persönliche Weise.
Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool
Intim, aber nicht aufdringlich: ZDFneo-Reporter Manuel Möglich ist ein TV-Talent, das Prominenz zum Reden bringen kann. Zum Auftakt der Gesprächsreihe „Heimwärts mit...“ entlockt Möglich Wolfgang Niedecken persönliche Bekenntnisse.

Mainz. „Ein unaufgeregter Mann mit sehr viel Haltung“, so beschreibt Manuel Möglich den Frontsänger der Kölschen Band „BAP“. Einen Tag verbrachte er mit Wolfgang Niedecken, auf Spurensuche in dessen Heimatort und mit vielen privaten Einblicken. Und genau das ist das Ziel der Sendung „Heimwärts mit...“ (ZDFneo, Donnerstag, 5. September, 22.15 Uhr), in der Manuel Möglich bekannte Persönlichkeiten trifft und mit ihnen in ihre alte Heimat zurückkehrt.

Porträt von Niedeckens Heimatstadt Rheinbach kaum mehr als ein Versuch

In der ersten Folge der neuen Sendung gelingt es dem Reporter mit den Wuschelhaaren auf Anhieb, einen Bezug zu Wolfgang Niedecken zu kriegen. Kameraführung und Interview sind so locker leicht, dass der Zuschauer das Gefühl hat, gemeinsam mit Niedecken und Möglich am Tisch im Café in Köln zu sitzen.

Der BAP-Frontmann lässt tiefe Einblicke in seine Kindheit zu, plaudert unbedarft über seinen streng katholischen Vater, den er nie stolz machen konnte und seine Zeit im katholischen Internat. Das Format ist kurzweilig, lustig, lebendig und reizt eben gerade durch den direkten, unbeschönigten Blick auf die Promis. Manuel Möglich lockt Niedecken mit seiner Schulbubenmentalität Geheimnisse aus der Nase, die er in keiner Talkshow erzählen würde.

Einen Minuspunkt gibt es dann doch. Als kurze Info-Blöcke zu Köln und Niedeckens Heimatstadt Rheinbach blendet die Kamera einen pseudo-witzigen jungen Mann ein, der pointiert versucht, lustige Anekdoten und Wissenswertes über die beiden Städte zu erzählen. Dabei bleibt es leider auch: beim Versuch.