Loriots "Lottogewinner" Heinz Meier ist tot

Er war Vater Hoppenstedt, stritt mit Loriot um den Kosakenzipfel - und wurde als Lottogewinner Erwin Lindemann zur Kultfigur: Heinz Meier spielte in den meisten Loriot-Sketchen mit.
Er war Vater Hoppenstedt, stritt mit Loriot um den Kosakenzipfel - und wurde als Lottogewinner Erwin Lindemann zur Kultfigur: Heinz Meier spielte in den meisten Loriot-Sketchen mit.
Foto: Radio Bremen/dpa
Als überforderter Lottogewinner Erwin Lindemann, der eine Herrenboutique in Wuppertal eröffnen will, wurde Loriots Ensemblemitglied Heinz Meier Kult. Jetzt ist der Schauspieler im Alter von 83 Jahren gestorben. Loriot und das Theater bestimmten Meiers Leben.

Freiburg. Der Schauspieler und Loriot-Kollege Heinz Meier ("Der Lottogewinner") ist tot. Er starb am Sonntag in Alter von 83 Jahren, teilte das von Meier gegründete Wallgraben-Theater am Montag in Freiburg mit. Der in Ostpreußen geborene Meier wurde bekannt durch die populären Loriot-Filme. Neben Vicco von Bülow (1923-2011) und Evelyn Hamann (1942-2007) stand er für sie vor allem in den 1970er Jahren vor der Fernsehkamera. Kultstatus erreichte er mit seiner Rolle als überforderter Lottogewinner Erwin Lindemann.

Meier war festes Ensemblemitglied bei Loriot. Er spielte - bis auf eine Ausnahme - in allen Loriot-Stücken mit, auch 1991 in Loriots Kinofilm "Pappa ante Portas". Er lebte in Schliengen bei Freiburg. Zuletzt stand er 2009 für die Filmkomödie "Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus" von Leander Haußmann vor der Kamera.

Loriot schätzte ihn als "Prototyp des einfachen, kleinen Mannes"

Loriot und das Theater bestimmten Meiers Leben. "Loriot hat mich geschätzt, weil ich in seinen Augen der Prototyp des einfachen, kleinen Mannes war und diesen gut darstellen konnte", sagte er vor drei Jahren zu seinem 80. Geburtstag.

Vor einem Monat noch stand Meier mit dem Stück "Ach was! Loriot!" auf der Bühne des Freiburger Wallgraben-Theaters. Meier hatte das privat organisierte Schauspielhaus vor genau 60 Jahren mit Studienfreuden gegründet, er war bis zuletzt einer der drei Inhaber. (dpa)

 
 

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