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Einsatzleiter packt aus: Aus diesem traurigen Grund stellte er die Suche nach Daniel Küblböck ein

Mo, 10.09.2018, 11.31 Uhr

  • Die Einsatzleitung erklärt, warum die Suche beendet worden ist
  • 30 Stunden Einsatz – aber keine Spur
  • Überlebenschancen im kalten Meer sehr gering
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Berlin.  Die Suche nach Daniel Küblböck ist eingestellt: Warum, das hat Einsatzleiter Major Mark Norris aus dem kanadischen „Joint Rescue Coordination Centre“ (JRCC) jetzt in „Bild“ (Bezahlangebot) erklärt. Im kalten Wasser vor Neufundland habe der 33-Jährige nach einigen Stunden keine Überlebenschancen gehabt, sagt der Experte.

„Das Wasser ist frostig, die See rau. Chancen auf ein Überleben gibt es dann nur wenige Stunden lang. Deshalb versuchten wir, so viele Einsatzkräfte wie möglich und so schnell wie es geht in Stellung zu bringen, um bei diesem Wettlauf gegen die Zeit überhaupt eine Chance zu haben.“

Daniel Küblböck war mit der AIDAluna auf Kreuzfahrt. Am frühen Morgen des 9. September war er über Bord gegangen. Das Unternehmen Aida Cruises geht davon aus, dass der Sänger gesprungen ist. Die Retter suchten 30 Stunden lang auf einer Fläche von 4208 Quadratkilometern nach ihm.

Mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nichts übersehen

Dass man Küblböck bei der Suche übersehen habe, sei sehr unwahrscheinlich: im Einsatz waren zwei Schiffe der Küstenwache, zwei Kreuzer, ein Helikopter und ein Suchflugzeug. „Wir sind uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sicher, dass wir nichts übersehen haben. Dienstag ist der Aufklärer nochmals das Suchgebiet abgeflogen. Erfolglos“, sagt Norris der Bild.

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Wie teuer der Einsatz war, sagt Norris nicht, die Kosten würden nicht errechnet. „Kosten sind bei uns nie ein Faktor bei Entscheidungen.“ Man betreibe jenen angemessenen Aufwand, um eine Person die bestmöglichen Chancen zum Überleben zu geben.

Die weiteren Schritte liegen nicht mehr in Norris’ Hand: „Der Fall wird jetzt an die kanadische Polizei übergeben, die wird Herrn Küblböck vorerst als vermisst führen und weitere Ermittlungen durchführen. Auch die kanadische Verkehrsbehörde wird Untersuchungen über den Vorfall einleiten.“ (ses)

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Fr, 10.08.2018, 10.49 Uhr