König Menderes ist stolz auf seinen Dschungelcamp-Erfolg

Menderes Bagci ist der Dschungelkönig 2016.
Menderes Bagci ist der Dschungelkönig 2016.
Foto: RTL / Stefan Menne
Millionen Menschen sahen Menderes beim Sieg seines Lebens zu. Der Sänger ist der König. Und RTL plant schon jetzt eine neue Staffel.

Berlin. So sieht ein Gewinner aus: Mit Tränen in den Augen nimmt Sänger Menderes Bagci die Dschungelkrone in der Nacht zu Sonntag entgegen. Der 31-Jährige kann es kaum fassen, dass das RTL-Publikum ihn im Finale der zehnten Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ (IBES) zum neuen König gewählt hat – und das auch noch mit stolzen 81,11 Prozent der Zuschauerstimmen. Er tritt damit die Thronfolge von Vorjahressiegerin Maren Gilzer an

„Es ist ein unglaublich gutes Gefühl“, erzählt Menderes am Tag nach seinem großen Triumph. „Es war eine unglaublich tolle Zeit im Camp und ich bin stolz drauf, dass ich das so überstanden habe.“

Der 31-Jährige wirkte im Dschungelcamp stets ruhig, zuvorkommend und widerstandsfähiger als so mancher es erwartet hatte. „Ich hatte einige negative Phasen in meinem Leben. Die haben mich so geprägt und so belastet, dass ich die Phase, in der es mir wieder gut ging, viel mehr geschätzt habe“, erklärt der Sieger. Zuvor war er dem Publikum lediglich als Dauerkandidat der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt gewesen.

Helena Fürst punktete beim Publikum

Bei der Jubiläumsausgabe von IBES hatte RTL neue Regeln eingeführt: Es gab zeitweise zwei Camps – bislang waren alle Dschungel-Kandidaten stets in einem Pritschenlager zusammen gewesen. Und dieses Mal traten zwölf Kandidaten an – einer mehr als sonst.

Vielen wird nach der zehnten Staffel der Erfolgsshow neben den Finalisten auch TV-Anwältin Helena Fürst in Erinnerung bleiben, die sich zu einer Art ungekrönter Zoff-Queen entwickelte. Vor allem mit Thorsten Legat (sein Leitspruch: „Kasalla“) lag die 41-Jährige im Dauerstreit. Die Fernsehfrau – oder die Furz-Frau, wie Legat verkündete – legte es erst gar nicht darauf an, besonders beliebt bei den Mitcampern zu sein. Sie landete immerhin auf dem vierten Platz.

Bei den Zuschauern hingegen kam Helena Fürst überraschend gut an. Auch in Woche Zwei lag sie laut den von RTL veröffentlichten Zahlen des Zuschauervotings lange Zeit weit vorne.

Staffel Zehn holte gute Quoten

Die Einschaltquote der Jubiläumsstaffel war im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen. Das lag sicher auch an den Neuerungen, die RTL in diesem Jahr eingeführt hatte. Denn 2015 hatte es viel Kritik gegeben: zu oft Langeweile, zu wenig Kracher.

Casting und Dramaturgie seien in der jetzigen Staffel deutlich besser gewesen, sagt die Fernsehforscherin Joan Kristin Bleicher von der Universität Hamburg. Einzelne Teilnehmer wie Menderes Bagci hätten die Zuschauer überrascht – oder wie TV-Anwältin Fürst polarisiert. Aber es gibt auch Kritik: Immer gleiche Dschungelprüfungen hätten sich nach zehn Staffeln abgenutzt, resümiert Bleicher.

Dennoch soll es 2017 eine weitere Staffel der Dschungel-Show geben – jedoch ohne die Sondersendung „Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!“, bei der sich bereits im Sommer die ehemalige Dschungelkönigin Brigitte Nielsen für einen Wiedereinzug ins Camp qualifiziert hatte. (jei/dpa)

 
 

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