Klamaukige "Wilsberg"-Folge auf der Spur der "Bielefeld-Verschwörung"

Wilsberg (Leonard Lansink) ist für alle Eventualitäten gerüstet. Einbrecher stellt er auch schon mal gerne mit einer Bratpfanne.
Wilsberg (Leonard Lansink) ist für alle Eventualitäten gerüstet. Einbrecher stellt er auch schon mal gerne mit einer Bratpfanne.
Foto: Thomas Kost
Eher Comedy denn Krimi: „Wilsberg“ steht für klamaukige Unterhaltung in Münster. Diesmal dreht Wilsbergs Kumpel Ekki ab. Er fürchtet eine „Bielefeld-Verschwörung“ (ZDF, Samstag, 20.15 Uhr). Was ist dran?

Essen.. Es gibt wohl kaum jemanden, der den Spruch nicht schon einmal zitiert hätte: „Bielefeld bringt Kilometergeld!“. Er reimt sich nett und wird irgendwie auch wohl zutreffend sein. Wer aber wirklich wissen will, warum das so ist, dem bleibt gar nichts anderes übrig als diesen „Wilsberg“ anzusehen. Der nämlich bringt die „Bielefeld-Verschwörung“ (Samstag, 20.15 Uhr, ZDF), und man kann wunderbar beobachten, wie Privatdetektiv Wilsbergs bester Kumpel Ekki (Oliver Korittke) zwischen Münster und jener sagenumwobenen Stadt in Ostwestfalen kurvt, ohne jemals anzukommen.

Absurder geht’s kaum noch: Eben Ekki , der als Steuerfahnder eigentlich mitten im Leben steht, driftet völlig ab und glaubt tatsächlich an eine Verschwörung, daran, dass es Bielefeld in Wirklichkeit gar nicht gibt. Dass sich dahinter ein Sperrgebiet verbirgt, in dem möglicherweise sogar Menschenversuche durchgeführt werden. Ekki jedenfalls ist alarmiert und je mehr Beweise er für seine Theorie zu finden glaubt, um so mehr sind auch seine Freunde involviert, die wie etwa Kommissarin Springer (Rita Russek) glauben, „es nur noch mit Idioten zu tun zu haben“.

Alles andere als ein Thriller

Ernst zu nehmen ist das jedenfalls nicht mehr, aber durchaus amüsant. Auch die Krimigeschichte, die sich dahinter verbirgt, ist alles andere als ein Thriller. Eine Geschichte allenfalls, die der Bielefeld-Verschwörung einen halbwegs ernsthaften Hintergrund verschafft. Doch Wilsberg (Leonard Lansink), Ekki und Anna Springer haben treue Fans. 5,7 Millionen Zuschauer im Schnitt. Zum 35. Mal nun kalauern sie sich durch Münster und dessen Verbrechen. Flankiert von einem interaktiven Online-Angebot, mit dem Fernseh-Zuschauer sich dem geheimnisvollen Bielefeld annähern können.

Und weil es dabei weniger um Spannung und Verbrechen geht, sondern eher um das spezielle Beziehungsgeflecht von Wilsberg und Co. passt auch die „Bielefeld-Verschwörung“ gut ins Konzept.

Arbeitet doch Georg Wilsbergs einstiger Helfer Manni Höch (Heinrich Schafmeister) eben dort, im Bauamt des Sperrgebiets sozusagen. Bis Folge 15 war Manni die rechte Hand Wilsbergs, danach tauchte er ab, um jetzt fulminant wieder aufzutreten. Als echter Bielefelder eben. Ein Running-Gag übrigens, der sich daraus entwickelt hat, dass der zuständige ZDF-Redakteur Martin Neumann dort lebt.

Manches erklärt sich eben ganz einfach.

 
 

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