Kein Zoff auf der Alm mit Carsten Spengemann und Exfrau Anna Heesch

Statt Zoff: Fernsehmoderator Carsten Spengemann feiert auf der Alm fröhliches Wiedersehen mit seiner Ex. (Foto: dapd)
Statt Zoff: Fernsehmoderator Carsten Spengemann feiert auf der Alm fröhliches Wiedersehen mit seiner Ex. (Foto: dapd)
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Gina-Lisa Lohfink ist raus, Moderatorin Anna Heesch ist drin: Als Nachfolgerin zog die Ex von Carsten Spengemann auf die Alm. Zuvor hatte ProSieben die Zuschauer heiß auf die zwei verfeindeten Expartnern gemacht. Es gab weniger Chaos als erhofft.

Essen.. Nachdem Gina-Lisa wegen mehr, aber vor allem weniger überzeugend-schwerwiegenden Gesundheitsproblemen das Camp der D-Prominenz verlassen hatte, zog als Ersatz wieder eine Blondine auf die Alm. Die Neue, Anna Heesch, fordert als Moderatorin nachts Leute vor dem Fernseher auf, Quizfragen zu beantworten und ist zudem die Ex-Frau von Carsten Spengemann.

Vor zehn Jahren waren die beiden ganze 86 Tage lang verheiratet. Man trennte sich mit Getöse und erbittertem Sorgerechtsstreit um die gemeinsame Hündin Laila.

ProSieben tönte im Vorfeld groß, machte die Zuschauer heiß auf ein Wiedersehen von zwei verfeindeten Expartnern. Der Sender zitierte den Schauspieler: „Thomas, mach das Tor zu, die kommt mir hier nicht rein!“ Bildausschnitte von einem aufgebrachten Spengemann verhießen nichts Gutes, aber doch eben gerade dadurch etwas Spannendes. Und was passierte dann?

Nix passiert - rein gar nix!

In den letzten Tagen schafften es die Promis, durch meist offensichtlich inszenierte Geschichten, Streitereien und Aktionen für Aufsehen zu sorgen. Meist blieb die Sendung nicht hinter den Ankündigungen aus den Vorschauen zurück. Am Montag war dies aber definitiv der Fall.

Ein „Du kommst hier nicht rein!“ vom Ex, ein dramatisches Trommeln als Hintergrundmusik und die leise Hoffnung, dass es jetzt interessant werden könnte - doch dann öffnete Spengemann das Tor, ging auf Anna Heesch zu - und: statt Haareziehen, gehässiger Worte oder dergleichen gab es eine Umarmung.

Gut, das war vielleicht überraschend, aber nicht auf die gewohnte „Alm-Fernseh-Format - Lauter! Schlimmer! Dramatischer!“-Art und Weise.

Lästerschwestern sorgen für Unterhaltung

Lieb kümmerte sich Carsten Spengemann um seine Exfrau, führte sie auf der Alm herum, erklärte die Gepflogenheiten im neuen Zuhause und sorgte sich sogar um Anna Heeschs Gesundheit. „Zieh dir bitte andere Schuhe an. Wenn du hier auf dem unebenen Boden umknickst, ...“

Die Lästerschwestern der Staffel, Tessa Bergmeier, Charlotte Karlinder und Rolf Scheider sorgten noch für die meiste Unterhaltung. Hitzig diskutierten sie die verschiedenen Berufs-Gerüchte der neuen Mitbewohnerin. Nacktmoderationen oder doch nur Nacktfotos? Aber für eine Seite wollten sich die Drei dann doch nicht entscheiden. Denn die Geschichten um Carsten-„die Elster“-Spengemann, den gestohlenen Ring und die unterschwellige Aggressivität, die die Tratschenden beobachtet haben wollen, machten es nicht so einfach.

Der Checker wechselt die Blondine

Tessa freute sich sichtlich auf kommende Ausraster von der Spengemann-Ex. „Die geht heftiger ab als Gina-Lisa, wenn die rumschreit, glaube ich. Die ist schon verrückt.“

Für den Castingdirektor Rolf Scheider, der von nun an sein Zimmer mit der Blondine teilen muss, ist diese kein Ersatz für Gina-Lisa. Der Checker sieht das hingegen ganz anders. Frei nach der Devise: Blondine geht, Blondine kommt, scheint Anna Heesch die ach so tiefen Gefühle für Gina-Lisa ziemlich rasant aus dem Kopf des 18-jährigen Duisburgers vertrieben zu haben.

Um aber eine weitere Liebesgeschichte inklusive Heiratsantrag zu verhindern, zeigte sich Carsten Spengemann hier als Platzhirsch. „Pass mal auf, die ist zu viel Frau für dich.“

Eine klare Ansage und der kleine (Ab-)Checker zog geknickt den Schwanz ein.

Die reinste Harmonie in der Idylle der Bergwelt zeigte sich in der Sendung. Die Neue veranstaltete kein Chaos, Tessa meisterte die Muh-Probe, Manni machte einen Liter Milch in unter einer Minute leer und gewann Getränke für alle - alles schön, alles fein da oben auf der Alm.

Brüste in Gips

Da waren rückblickend die chauvinistischen Ansagen von Tageschef Werner Lorant schon das Brisanteste. Die Frauen (inklusive Rolf) machen Hof- und Hausputz, die Männer gehen zum Fischen. Und bei der Beschäftigungstherapie im Kindergarten-Style („Wir machen uns eine Gipsmaske“) verlangte der ehemalige Fußballtrainer von allen den Abdruck des Gesichtes, außer von Moderatorin Charlotte Karlinder. Die Blondine musste ihre Brüste in Gips verewigen. Und die Begründung? „Weil du eine Schwedin bist.“ Aha.

Klar ist, dass sich die Prominenten jetzt mal wieder etwas einfallen lassen müssen. Ein bisschen Drama, ein bisschen Gezicke und Gezeter, denn ansonsten hat das Format auch noch seinen letzten Hauch Sinn verloren - nämlich den, für seichte, von Fremdscham begleitete Abendunterhaltung zu sorgen.

 
 

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