„Jagd nach der Heiligen Lanze“ - Indiana Jones lässt grüßen

Foto: (c) RTL / Wolfgang Ennenbach

Köln..  Sie mache unbesiegbar ,sagen die einen. Unsterblich, sagen andere. Sie berge die „Macht Gottes” in sich, und wer sie in Händen halte, bestimme das Schicksal dieser Welt, heißt es. Nur um mal klarzustellen, um was es geht, wenn RTL am Gründonnerstag (20.15 Uhr) „Die Jagd nach der Heiligen Lanze“ einläutet.

Es war klar, dass der Kölner Sender zu Ostern nach der Reliquie suchen würde, mit der Jesus der Legende nach einst am Kreuz gestochen wurde. Denn der Vorgänger, mit 4,16 Millionen Zuschauern, war das erfolgreichste „RTL-Event-Movie” im Jahr 2008.

Deshalb haben sie auch nicht viel geändert am Konzept. Nur der Hauptdarsteller wurde ausgewechselt. Statt Benjamin Sattler schlüpft nun Kai Wiesinger in die Rolle des berühmten Abenteurers und Archäologen Eik Meiers. Mit auf die Jagd gehen erneut Bettina Zimmermann als Eiks Gattin in spe, Katharina Bertholdi und Fabian Busch. Gemeinsam machen sie sich auf zu einer Schnitzeljagd quer durch Deutschland. Es geht von der Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz über den Königssee bis zur Walhalla bei Regensburg.

Unglaubliche Rätsel, fiese Fallen, geheimnisvolle Codes

Unterwegs lösen sie unglaubliche Rätsel, befreien sich aus fiesen Fallen und knacken geheimnisvolle Codes. Alles nur, um die Lanze zu finden und sie gegen den entführten Professor Bachmann einzutauschen, der von einem gewissen Baron von Hahn gefangen gehalten wird. Er hält sich für einen Nachfahren Napoleons, zu dessen Beuteschatz die Lanze einst gehört haben soll. Bis – so die abstruse Idee des Films – ausgerechnet Johann Wolfgang von ­Goethe sie stahl und versteckte. Und Goethe, Freunde des deutschen Schlagers wissen das, Goethe war gut. Auch im Verstecken.

Der böse Baron wird gespielt von Jürgen Prochnow, der für die Dreharbeiten extra aus Los Angeles herüberkam. Ihm war die Geschichte der Lanze nach eigener Aussage zwar nicht so bewusst, aber er hatte Erfahrungen mit Raiser und Regisseur Florian Baxmeyer gemacht. Gute Erfahrungen offenbar.

Tempo: flott, Humor: nicht ganz so flach wie befürchtet

Bereut hat er das nicht. „Es war eine sehr angenehme Arbeit.“ Auch weil Baxmeyer nicht kleckern musste, sondern klotzen durfte. 5,2 Millionen hatte der Regisseur für die Lanzenjagd zur Verfügung. „Das hat man überall gemerkt“, lobt Prochnow.

Kulissen und Ausstattung können sich tatsächlich sehen lassen. Das Tempo ist flott, der Humor nicht ganz so flach wie befürchtet. Ansonsten lässt Indiana Jones an jeder Ecke grüßen, und aus der Ferne winkt der Sakrileg-Symbolologe Robert Langdon. Logik und historische Wahrheit glänzen dagegen durch Abwesenheit.

  • Gründonnerstag, 1. April, 20.15 Uhr, RTL
 
 

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