Hunde gequält? Deshalb fand Martin Rütter „Die Versteckte Kamera“ gar nicht lustig

Hundetrainer Martin Rütter (l.) war von dem „Versteckte Kamera“-Streich mit Antoine Monot Jr. (r.) gar nicht amüsiert. 
Hundetrainer Martin Rütter (l.) war von dem „Versteckte Kamera“-Streich mit Antoine Monot Jr. (r.) gar nicht amüsiert. 
Foto: Screenshot / ZDF Mediathek
  • „Die versteckte Kamera“ hat sich Scherze mit Hunden erlaubt
  • Von Martin Rütter gab es dafür schon in der Show Kritik
  • Nun erhebt er auf Facebook weitere Vorwürfe gegen das ZDF

Berlin.  Wer es mit der ZDF-Unterhaltungsshow „Die versteckte Kamera“ zu tun bekommt, braucht meist ein dickes Fell. Denn die Scherze sind nicht immer angenehm, sondern können die Veräppelten ordentlich in Stress versetzen.

Ein durchschnittlich humorbegabter Mensch kann anschließend darüber lachen, wenn etwa wie am vergangenen Samstag Sänger Sasha ein Überraschungskonzert in der Umkleidekabine gibt oder Schauspielerin Janine Kunze als angebliche Schulpsychologin Eltern verunsichert. Bei Hunden allerdings hört der Spaß auf – zumindest für Martin Rütter.

Martin Rütter: ZDF hat Kritik rausgeschnitten

Schon während der Sendung kritisierte der Duisburger Hundetrainer einen Einspielfilm, in dem die Tiere von Stoffhunden und als Baum verkleideten Menschen erschreckt wurden. „Ich verstehe das ja und ich mag auch jede Form von Humor. Was mich daran nur total genervt hat, ist, dass die Hunde total gestresst wurden“, sagte Rütter – um dann abrupt auf die eigentliche Frage von Moderator Steven Gätjen einzugehen. Der plötzliche Themenwechsel fand so aber offenbar nie statt.

Denn wie Rütter nun auf Facebook nachlegte, habe das ZDF seine Kritik gekürzt. „Damit es so aussieht, als hätte ich den Film in meinem Statement noch lustig gefunden“, so der Hundetrainer. Die Verantwortlichen des Senders hätten ihm das schon vor Ort angekündigt, schließlich handele es sich bei „Versteckte Kamera“ um eine Unterhaltungssendung. Schlechte Stimmung könne man da nicht gebrauchen.

Rütter: „Das ist kein Humor, das ist einfach blöd“

Auf Facebook stellte Rütter deshalb nun klar: „Man hat Hunde verängstigt und erschreckt. Und Leute, das ist kein Humor, das ist einfach blöd. Menschen auf die Schüppe zu nehmen – auch gerne mich – überhaupt kein Problem. Aber Tiere, die sich überhaupt nicht mit der Situation auseinandersetzen können, das geht einfach nicht.“

Rütters Video findet im Netz viel Anklang. Bis Montagmorgen wurde es mehr als 12.000 Mal gelikt und über 1000 Mal kommentiert. „Hut ab! Danke für dein Statement! Auch im Namen derVierbeiner, denen so etwas in Zukunft hoffentlich erspart bleibt“, schrieb etwa eine Nutzerin.

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Das sagt das ZDF zu Rütters Kritik

Auch das ZDF hat sich inzwischen geäußert. Allerdings nur zum Einspielfilm, nicht zum Vorwurf der gekürzten Kritik.

„Der Film für ,Die versteckte Kamera‘ wurde sowohl im Vorfeld als auch während des Drehs von Tiertrainern begleitet“, sagte ein Sprecher des Senders der „Bild“. „Diese haben zu keinem Zeitpunkt Bedenken geäußert. Darüber hinaus waren alle Hundebesitzer im Vorfeld involviert, haben ebenfalls die Dreharbeiten eng begleitet, und auch hier gab es keine Bedenken oder Beschwerden.“

Hier gibt es „Die Versteckte Kamera“ in der Mediathek. (cho)

 
 

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