Hitzewelle im ARD-„Brennpunkt“: Eine Sache machte die Zuschauer wütend

Hitzewelle: So gefährlich ist die Wärme für den Körper wirklich

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  • Die ARD widmete dem „Extremsommer“ eine Sondersendung
  • Im „Brennpunkt“ sparte der Sender allerdings ein Thema aus
  • Die Zuschauer reagierten wütend darauf in den Sozialen Medien

Berlin.  Die ARD sendet als Ergänzung zur eigenen Berichterstattung bei wichtigen Ereignissen die Sondersendung „Brennpunkt“. Am Donnerstagabend war die Hitzewelle Thema der Sondersendung: „Extremsommer – Wie gefährlich ist die Hitze?“ Aber bei den ARD-Zuschauern erhitzte das Thema die Gemüter.

Dieser Brennpunkt war der „diesjährige Tiefpunkt für öffentliche rechtlichen Fernsehjournalismus“, befand eine Zuschauerin bei Twitter. Die letzten Sondersendungen beschäftigten sich mit dem lange erwarteten Urteil im NSU-Prozess und dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Wladimir Putin. Der aktuelle Anlass wirkte für viele Kommentatoren weniger relevant. Ein Zuschauer kommentierte hämisch bei Twitter: „Ein #Brennpunkt weil Sommer ist? Aha.“

Klimawandel kein „Brennpunkt“-Thema

Eine gute Viertelstunde zur Hauptsendezeit direkt nach der Tagesschau ging es nur um „tropische Temperaturen im Land, Sonne satt“, wie Susanne Stichler anmoderierte. Die Sendungsmacher interviewten Menschen, die in Krankenhäusern oder in der Landwirtschaft unter der Hitze litten.

Dabei sparten sie zum Unmut vieler Zuschauer das Thema Klimawandel aus, das zeigte sich in den Reaktionen bei Twitter: „Wieso spricht niemand über den Grund der Hitze? #brennpunkt Klimawandel ist real“.

Thema für die Einschaltquote

Stattdessen gab es Bauarbeiter, die ihr Schicksal mit Humor nahmen. „Man spart sich quasi den Saunagang“, sagte Martin Jureczko lächelnd in das ARD-Mikrofon. Er muss bei den heißen Temperaturen eine Autobahn in Hamburg bauen.

Die Medienseite dwdl.de vermutet, dass es der ARD mit der Sendung vor allem um gute Einschaltquoten geht. „Winterstürme oder Gluthitze sind dem Ersten gerne mal einen ‘Brennpunkt’ wert, schließlich lässt sich damit oft ein Millionenpublikum bei der Stange halten“, schreibt dwdl.de.

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Das „Land unter der Hitzeglocke“, wie Susanne Stichler es nannte, ist ein Publikumsmagnet. Insgesamt 4,37 Millionen Zuschauer sahen laut meedia.de die Sendung über die Hitzewelle. Bei der Sondersendung zum Treffen zwischen Putin und Trump schalteten nur 3,26 Millionen Zuschauer ein. (dahe)

Den ARD-Brennpunkt kannst du hier in der ARD-Mediathek sehen.

 
 

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